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Wer ist das „bessere“ Rehren? 4:4 … wir waren auch schon stärker PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 25. Mai 2017 um 16:45 Uhr

Lasche Einstellung bei vielen Mannschaftsteilen treibt Trainer Gregor in verstärkten Zorn

170521 RehrenAR-SCA04Spiele gegen den MTV Rehren haben einen besonderen Reiz. Dies liegt am Ortsnamen, der allen Teilnehmern, egal ob sie in blauen oder roten Trikots auflaufen, hohen Respekt einflößt. Für Schaumburg-Kenner ist die Sache klar. Auswärtigen sei gesagt, dass es in unserer Region ZWEI Rehren gibt, die 23km voneinander entfernt liegen. Die eine Ortschaft, Rehren A/O (früher Amtsgerichtsbezirk Obernkirchen) ist unsere Heimat und wurde mit anderen Dörfern zu „Auetal“ geformt. Die andere, Rehren A/R (früher Amtsgerichtsbezirk Rodenberg) zählt mittlerweile zu Hohnhorst.

Gestatten Sie uns einen Seitenblick nach Neustadt. Vor einiger Zeit erschien ein Pressebericht über die „Neustadt-Spiele“. In Deutschland gibt es an die 40 Städte dieses Namens. Findige Sportfreunde kamen auf die Idee, die „Neustadt-Spiele“ durchzuführen. An ihnen dürfen nur Neustädter Sportler teilnehmen. Der Austragungsort wechselt von Jahr zu Jahr; auch Neustadt am Rübenberge war Gastgeber. Die Sieger dürfen sich dann „Neustadt-Meister“ nennen.

Spannen wir diesen Bogen nach Rehren, geht es bei den Spielen zwischen dem MTV Rehren A/R und unserem SC Auetal (mit Vorgängerverein und Herzstück TuS Rehren A/O, unsere Spiele bestreiten wir bekanntlich an der Obersburg in Rehren) um die „Deutsche Rehren-Meisterschaft“. Weitere Vereine kommen nicht hinzu. Zwar konnten wir im Internet noch einen Oskar Rehren in Hannover finden. Der wackere Oskar möge es uns nachsehen, aber trotz aller Zeugungsfähigkeit wird es für eine Fußballmannschaft wohl nicht reichen.170521 RehrenAR-SCA02

Warum wir stark vom Thema abweichen? Ein beliebtes rhetorisches Mittel, liebe Freunde, über Gott und die Welt zu schreiben und unangenehmes dabei auszublenden. Denn unser Spiel war Sch…. . Gewiss gab es auch sehenswerte Aktionen, schöne Tore, doch in der Gesamtbetrachtung war die Leistung mäßig. Speziell die letzten drei Minuten, in denen uns das „Kunststück“ glückte, aus einer 4:2 Führung noch ein 4:4 zu gestalten.

170521 RehrenAR-SCA06Lag es daran, dass sich die Mannschaft schonen wollte? Im Geiste schon bei den wirklich WICHTIGEN Spielen dieser Saison war? Sie wissen ja, wir stehen im Kreispokalfinale (Pfingstmontag). Zwei Tage später haben wir es in der Aufstiegsrunde Richtung Bezirksliga mit dem SV Uetze 08 (Stand : 22.05.17) zu tun. Im weiteren Verlauf reisen wir zum VfL Nordstemmen.

Oder lag es daran, dass manche Spieler aus dem Kader fehlten? Alexander Enzi kuriert noch seine Krankheit aus. Die Göttinger Studenten büffeln fleißig an der Uni. Marc Steinsiek dachte über seine Gelbe-Karten-Pause nach. Tim Neermann befindet sich auf Weltreise, das letzte Lebenszeichen kam aus Kanada. Und Caius Fels? Flog vorige Woche in den Urlaub Richtung Mittelmeer. Ob er zum Kreispokal-Endspiel zurück ist? Jannik Franke, Philosoph unseres Vereins, weiß da genaues. „Caius kommt zurück, wenn er auf Kreta seine Torgefahr entdeckt hat.“

Ein Sportfreund mit Stift und Papier notierte fleißig die Aktionen auf dem Platz. Wir durften Niklas Mohs begrüßen. „In der nächsten Saison trainiere ich den SV Uetze 08 und bin der Uetzer Mannschaft seit Jahren eng verbunden. Unser Team setzt auf Kameradschaft. Die Spieler kommen alle aus Uetze. Seit langer Zeit spielen wir nun in der Kreisliga. Aber es gab auch Phasen, da war Uetze höherklassig angesiedelt, spielte in der damaligen Bezirksklasse." Verrückt, wenn wir die Aussagen mit unserem SC Auetal messen. Die Fakten beider Clubs sind deckungsgleich!   170521 RehrenAR-SCA07

Eine wichtige Frage geisterte dem weitgereisten Gast noch durch den Kopf: „Wer ist denn dieser Wunderstürmer mit den 35 Toren?“ Mittlerweile sind es 36, denn Samer Mahmo netzte auch in Rehren ein.

In der 27.min erlebten die Zuschauer einen spontanen Spielerwechsel. Arndt „Keule“ Struckmeier und Lars Metzner waren beim Kopfballduell aneinander geraten und sackten benommen auf das Spielfeld nieder. Nach einer Behandlungspause wurden beide vom Platz geführt. Zum Glück hat „Keule“ Urlaub und wird sich seine Beule mit heißen Küssen von der Freundin kühlen lassen. Zu welchen Hilfsmitteln der verletzte Rehrener Metzner greift wissen wir nicht.

170521 RehrenAR-SCA10Tore gab es reichlich, vier schöne und vier häßliche. Der Gastgeber aus Rehren möchte uns verzeihen, dass wir in diesem Falle nur die Auetaler Vereinsbrille aufsetzen. In der 20.min brachte Tobi Feldmann uns in Führung. Außenverteidiger Felix Rauhut leistete hervorragende Vorarbeit. Doch unsere Namensvetter von Rehren A/R sind eine Mannschaft mit Charakter. „Wir sind in dieses Spiel gegangen, um zu gewinnen“, meint deren Trainer Sandy Röhrbein. „wollten nicht nur daneben stehen und Auetal einen guten Weg zur Relegation wünschen. Nein, meine Mannschaft hat gekämpft, alles gegeben und den Zuschauern ein schönes Spiel mit vielen Toren geboten.“

Plötzlich war der MTV Rehren da, führte durch Tore von Jannis Fädermann (1:1 / 40.) und dem eingewechselten Andre Bartels (2:1 / 65.). „Es lag an unserer Einstellung. Das ist ein Unding!“ schimpfte Trainer Marco Gregor. Dass Auetal etliche Chancen ausließ und in der Abwehr fahrig wirkte, ärgerte ihn maßlos. „Unser Sturm war ein laues Lüftchen, ist ein bisschen spazieren gegangen. Die halbe Mannschaft legte eine lasche Einstellung an den Tag. Das war eher 4. Kreisklasse, ist einem ambitionierten Kreisligisten nicht würdig.“

Einen Spieler wollte Marco Gregor von allen bösen Worten ausnehmen. „ERCAN ADSIZ war der beste Mann auf dem Platz, haut sich in jeden Zweikampf rein, gewinnt jedes Kopfball-Duell. Sein Einsatz ist umso bewundernswerter, weil er erst wenige Monate nach seinem Schlüsselbeinbruch aufs Feld zurückgekommen ist.“ Verständlich, dass auch andere Vereine um Ercan buhlen und ihn in die Bezirksliga locken wollen. Nun ja, da möchten wir mit unserem SC Auetal und Ercan ja auch hin.170521 RehrenAR-SCA11

Wenn Sie nun meinen, lieber Leser, bei unserem SC Auetal stünden nur Schnarch-Nasen auf dem Platz, so irren Sie. Das Resultat war bald wieder ausgebügelt. 2:2 (75.) = eine weite Flanke von Henrik Ebeling segelt oben in den Winkel. Für Henne war es sein zweites Saisontor. Eine Minute später trifft Ercan Adsiz nach Ebeling-Ecke per Kopfball nur die Latte. Pech! Nach weiteren vier Minuten hat Felix Rauhut eine dicke Chance. Naja, es wurde nichts.

Anschließend waren die Weichen auf Sieg gestellt - so schien es. Sahmer Mahmo hebt den Ball auf Lukas Herrmann. Den ersten Schuss kann MTV-Torwart Christian Steege noch abwehren, den Nachschuss stochert Lukas rein = 2:3 (85.). Damit schoss unser junger Stürmer sein erstes Tor im Herren-Bereich! Kurz danach tankt sich der unermüdliche Ercan Adsiz durch, legt quer auf Samer Mahmo. „Abseits!“ moniert die MTV-Abwehr. „Gleiche Höhe!“ ruft Assistent Ömer Yetiz zurück. Samer macht das, was er kann und trifft zum 2:4 (87.)

170521 RehrenAR-SCA12Und dann? Waren wir im Geiste schon beim Kreispokalfinale und dachten an die Aufstellung der FSG Pollhagen-Nordsehl / Lauenhagen, die im Finale auf uns lauert? Das Hirn ausgeblendet, den Gegner kommen lassen. Der MTV Rehren A/R nahm diese Sache dankend an und kämpfte sich zum Unentschieden: 3:4 Malte Grittner (89.);  4:4 Marvin Köpper (90.+2/ Foulelfmeter). Fürs nächste Training sollen die Spieler Laufschuhe mitbringen. Das heißt nichts Gutes.

Zurück zu unserem Eingangsthema, der „Deutschen Rehren-Meisterschaft“. Dort ist, um den Artikel freundlich zu beenden, der SC Auetal (mit viel TuS Rehren A/O im Blute) Seriensieger. Auch diese Saison wurde die „Meisterschaft“ gewonnen (7:2H+4:4A). Und in den Jahren vorher? 2015/16 SC Auetal (5:1A+3:1H), 2014/15 SC Auetal (2:2H+2:0A), 2013/14 SC Auetal (5:1H+1:3A), 2010/11 SC Auetal (1:0H+0:0A), 2009/10 SC Auetal (3:0H+2:0A) … usw.

Oh je, es langweilt Sie? Spinnen wir den Gedanken spitzfindig zu Ende: Versemmelt unser Team die kommenden Herausforderungen, gönnt also Pollhagen den Kreispokal und klatscht auch artig Beifall in den Spielen gegen Uetze und Nordstemmen, so sind wir immerhin noch „Deutscher Rehren-Meister“. Dafür kann sich natürlich niemand etwas kaufen. Auch dem Namensvetter von A/R wäre dies egal. Angesichts des „Titels“ wäre das Gespött der Liga aber uns gewiss.170521 RehrenAR-SCA13

Das will natürlich niemand an der Aue. So sehen wir das 4:4 in Rehren A/R als Momentaufnahme. Wir wissen alle, dass unser Team es besser kann. Es muss die Form und Einstellung im richtigen Moment nur abrufen.

 

S t a t i s t i k :

MTV Rehren A/R  -  SC Auetal    4 : 4    ( 1 : 1 )
SC Auetal:   Dohm  -  Rauhut, Diedler, Struckmeier (27. Winkelhake)  -  Adsiz, JF Meyer  -  F.Meyer, Feldmann, Schaper (46. Ebeling)  -  Wagner (55. Herrmann), Mahmo    //    Trainer:  Gregor
MTV Rehren A/R:   Steege  -  Trepte (65./ JL Bruns), Seegers, Köpper, M.Bruns  -  Grittner  -  Kaiser (72. Köhler), Seidenkranz, Lattwesen  -  Frädermann, Metzner (27./ Bartels)    //    Trainer:  Röhrbein

Tore:
0:1 (20.) Feldmann,  1:1 (40.) Frädermann,  2:1 (65.) Bartels,  2:2 (75.) Ebeling,  2:3 (85.) Herrmann,  2:4 (87.) Mahmo,  3:4 (89.) Grittner,  4:4 (90.+2) Köpper / Foulelfmeter
Schiedsrichter:    Daniel Tielker  (TuS Niedernwöhren)
SR-Assistenten:  Ömer Yetiz  (SV Obernkirchen)  -  Koray-James Biggins (FC Stadthagen)

Gelbe Karten:  
SC Auetal:      keine
MTV Rehren:  Grittner (67./Foul),  Köhler (79./Foul),  Seegers (81./Foul)
Zuschauer:   76

 

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. Mai 2017 um 16:58 Uhr