1976 – 1992 Jahre der Konsolidierung

Im Januar 1976 wurde Dieter Lachmann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er sollte siebzehn Jahre das Schiff „TuS Rehren A/O“ steuern. Um ihn hatte sich ein Vorstand gebildet, der willens war, neben dem Herrenfußball, der in den vergangenen Jahren eindeutig das Vereinsleben bestimmt hatte, auch andere Schwerpunkte zu setzen. Verbesserung der Infrastruktur, Straffung der Administration, Entfaltung des Breitensports, Belebung der Jugendarbeit, aber auch Bewahrung des in der Vergangenheit erreichten sportlichen Standes, waren festumrissene, klare Ziele, die sich der Vorstand zur Aufgabe machte.

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Dieter Lachmann, der Vorsitzende mit der längsten Amtszeit, im Bild mit Willi Auer. Dieter Lachmann hat 17 Jahre mit guten Freunden für „seinen“ TuS gewirkt

Sportlich gab es zunächst einen herben Rückschlag, die 1. Mannschaft mußte in der Saison 1975/76 aus der
Bezirksklasse in die Kreisklasse absteigen. Sie spielte in der Folge bis zur Auflösung des NFV – Kreises Rinteln in dieser Klasse, danach bis 1992 in der Kreisliga. Eine erfreuliche Entwicklung nahm in diesen Jahren die 2.
Mannschaft, ihr gelang im Jahr 1984 die Meisterschaft in der 3. Kreisklasse Süd und der Aufstieg in die höhere
Kreisklasse. 1989 wurde erstmalig eine 3. Herrenmannschaft zum Spielbetrieb gemeldet. Neben diesen Mannschaften etablierten sich unsere Alt-Herren Mannschaften, die den Fans in der Zukunft noch viel Freude bereiten sollten.

Breit angelegte Jugendarbeit, als Voraussetzung für eine kontinuierlich positive Entwicklung in der Fußballsparte, sollte die Zielsetzung für das nächste Jahrzehnt sein. Jugendleiter wie Friedhelm Baule, Andreas Watermann und Dieter Grupe haben sich dieser Aufgabe stets gewidmet. Waren es im Jahr 1976 noch zwei Jugendmannschaften, die die Farben des TuS vertraten, spielte in der Saison 1980/81 bereits wieder eine A- Jugend und im darauf folgenden Jahr waren seit langer Zeit alle Jugendbereiche durchgängig besetzt.

Das Jahr 1976 gilt als das Gründungsjahr der Volleyballsparte. Klaus Fertig war der Initiator, der jedoch nur kurze Zeit die sportlichen Geschicke der Sparte leitete. Erste Spartenleiterin wurde im August des gleichen Jahres Annelie Bayer. Die Sparte nahm einen blühenden Aufschwung, 1984 spielten fünf Mannschaften Volleyball, davon eine auf Bezirkebene. In den folgenden sieben Jahren stand Cornelia Sostman der Sparte als Leiterin vor. Sie führte über viele Jahre das Training der Jugend- und Damenmannschaften durch. Nach ihrem Rücktritt im Januar 1990 ging die Sparte schweren Zeiten entgegen.

Mit dem Neubau der Tennisplätze hatte die im Februar 1980 gegründete Tennissparte ein neues sportliches Betätigungsfeld gefunden. Heinrich Bredemeier war ihr erster Spartenleiter. Im Juni 1981 wurde die neu geschaffene Tennisanlage eingeweiht und bereits im folgenden Jahr spielten die Damen und Herren um Punkte. Die Mitgliederzahl entwickelte sich sprunghaft und in den frühen 90er Jahren waren es weit über 100 Sportfreunde, die sich dem weißen Sport widmeten.

Breitenarbeit war eine der Zielsetzungen des Vorstandes. Dies dokumentierte sich in besonderer Weise in der Turnsparte, die damals noch „Frauen- und Mädchensport“ genannt wurde. Mit der Fertigstellung der Turnhalle konnte ganzjährig in unterschiedlichen Gruppen Sport getrieben werden. Brigitte Matthä hatte seit 1974 die Sparte übernommen und die Aktivitäten auf die Bereiche der Frauengymnastik, Kinderturnen und Mutter- und Kindturnen ausgeweitet. Unter wechselnden Spartenleiterinnen blieb die Struktur der Sparte bis in die 90er Jahre im wesentlichen erhalten, wenn auch die Verantwortlichkeiten zeitweise in der Damengymnastik und Kinder-und Jugendturnen getrennt wurden. In diesen Jahren „mauserte“ sich die Sparte zur stärksten im Verein. Sie sollte es auch bis zum Jubiläumsjahr bleiben.

Im Rahmen der infrastrukturellen Entwicklung standen die Vorstände dieser Jahre vor großen Aufgaben. Galt es zunächst die Flutlichtanlage an der Ostseite des Sportplatzes a.d.Obersburg zu errichten, den Umbau des Sporthauses, insbesondere des Gemeinschaftsraumes und der gesamten technischen Anlage vorzunehmen, stand in der Folgezeit die Sanierung des Sportplatzes und ein Aufbau einer Umzäunung auf dem Arbeitszettel des Vereins. Unserer Gemeinde kann gar nicht genug Dank gesagt werden, daß sie sich entschlossen hatte, eine durch den Vorstand erbetene Teilsanierung in eine vollständige Erneuerung umzusetzen. Es sollte sich allerdings später ergeben, daß die Drainage und insbesondere die Rasentragschicht von minderer Qualität waren. Höhepunkt der frühen 80er Jahre war sicherlich der Bau der vereinseigenen Dusch- und Umkleideräume für den Fußball und das Tennisheim. Um die künftige Nutzkonstellation auch rechtlich zu verankern, wurde mit der Gemeinde ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Es sollte sich in der Zukunft zeigen, wie notwendig die juristische Absicherung der Nutzung des Geländes gewesen war. Es ist Hans-Heinrich Hahne zu danken, der durch Beharrlichkeit auch im eigenen Vorstand und intensive Verhandlungen mit der Gemeinde die Übertragung der Rechte an das Grundstück auf den Turn- und Sportverein und den Schützenverein zu gleichen Teilen durchsetzte.

Die Nutzung des Sportplatzes an der „Niederen Heide“ wurde auch in jenen Tagen nie aus den Augen verloren.

Über weitere sportliche Bereiche wird an anderer Stelle zu schreiben sein. Die jährlichen Sportwochen mit regionalen und überregionalen, nationalen, aber auch internationalen Veranstaltungen, die spontane, nicht aufzuhaltende Entwicklung im Freizeitsport, die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Schule und benachbarten Vereinen waren ständiger Bestandteil des Vereinslebens dieser Zeit.

Die Entwicklung des Vereins in den späten 70er Jahren bis hin zum Jahr 1993, in dem Dieter Lachmann seinen Abschied aus dem Vorstand nahm, kennzeichnen einige statistische Zahlen. 1976 verzeichnete der TuS exakt 299 Mitglieder, Ende 1992 waren es 708, der TuS gehörte zu den 25 größten Vereinen im Schaumburger Land. Mit der Volleyball- und Tennissparte wurden zwei neue Sparten gegründet. Die Turnsparte erweiterte ihr Angebot um die Gruppen „Kindertaanzen“ und „Heilgymnastik“, die Abnahme des Sportabzeichens und eine aufstrebende Radwandergruppe wurde beständiger Bestandteil der sportlichen Aktivitäten.

Einen besonderen Schwerpunkt legte der Vorstand auf die Rationalisierung und Überschaubarkeit seiner Arbeit. Das wurde in der Straffung der Finanzen, der Bewirtschaftung des Sportheimes, aber auch in der Struktur des Vorstandes deutlich. Mit der Einrichtung eines Vereinsjugendleiters wurden in der überfachlichen Jugendarbeit neue Akzente gesetzt. Heinrich-Wilhelm Tegtmeier war der erste Jugendleiter im Verein. Es war außerordentlich bedauerlich, daß er diese Funktion nur kurze Zeit ausübte. Sein Nachfolger, André Müller war bis 1993 Amtsinhaber, danach konnte dieses Vorstandsamt nie wieder besetzt werden.

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„Sport 87“ wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung vorgestellt; es ist bis zum Jubiläumsjahr zwölf Mal erschienen

Es war lange Zeit das Bemühen des Vorstandes, die Inhalte der Jahreshauptversammlung zu straffen und transparenter zu gestalten. Im Jahr 1984 wurden die Rechenschaftsberichte des Vorstandes den Mitgliedern in schriftlicher Form vorgestellt und bereits für das Jahr 1986 in einer Broschüre zusammengefaßt.
Gerd Krimpenfort und Heinrich Wilhelm Tegtmeier haben zwei Jahre in dieser Arbeit zusammengewirkt, und Willi Sostmann hatte ein Titelbild gezeichnet, das lange Zeit die erste Seite zieren sollte. In der Folge wurde die Sportbroschüre, in der die sportlichen Ereignisse eines Jahres zusammengefaßt wurden, durch Gerd Krimpenfort mit Unterstützung der Sparten- und Übungsleiter jährlich herausgegeben. Reich an Geselligkeiten waren diese Zeiten. Vornehmlich in der Turnsparte wurden gemeinsame Fahrten bis weit über Schaumburgs Grenzen durchgeführt. Ebenso Tanzveranstaltungen als „Tanz in den Mai“ oder gar als „Blaugelbe Ballnacht“. Weihnachtsfeiern für Kinder und Jugendliche, Jahresabschlußfeiern für Erwachsene gehörten zum festen Bestandteil der Festlichkeiten vergangener Jahre.

Die Sparten des TuS wußten zu feiern und das Zusammengehörigkeitsgefühl hat diese Feiern immer geprägt und gefördert.

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