Die Sparte Volleyball

75jvolleyballDer Sportverein schrieb das Jahr 1975. Die Turnhalle war gerade fertiggestellt, die Voraussetzung für die Durchführung von hallengebundenen Sportarten war nun auch in Rehren gegeben. Schon lange hatten Klaus Fertig und Franz Heinemann darauf reflektiert, bei der Vergabe von Hallenstunden unter den ersten zu sein, um die Rahmenbedingungen für den Volleyballsport zu schaffen. „Im Vorstand gab es kaum Unterstützung, da ging es hauptsächlich um Fußball“, erinnert sich Franz Heinemann, „doch man hatte auch nichts dagegen und so haben wir einfach angefangen“. Zum Mannschaftssport langte es natürlich noch nicht , waren es doch noch zu wenige Spielerinnen und Spieler, die sich der Sportart widmen wollten. Als sich im Herbst 1975 Klaus Fertig bereit erklärte, ein regelmäßiges Training zu leiten, wurde die Gruppe der am Volleyball interessierten Sportler immer größer.

Im März 1976 wurden durch den Vorstand drei Trainingsbälle und ein Spielball bewilligt, zudem erhielt die Interessengruppe, die immer noch keine anerkannte Sparte im Verein war, eine Gerätebeihilfe von DM 500.- durch den Landessportbund. Leider mußte Klaus Fertig seine Tätigkeit für den Volleyballsport Anfang des Jahres 1976 aus beruflichen Gründen aufgeben und stand dem TuS nicht mehr zur Verfügung.

Am 27. August 1976 wurde Annelie Bayer zur ersten Spartenleiterin gewählt. 15 Sportler hatten ihr in einer internen Sitzung ihr Vertrauen ausgesprochen. Zum Stellvertreter wurde Hans-Erwin Priester gewählt. Am 1. Oktober startete die „Sparte“ mit einer Damen- und einer Herrenmannschaft in die Hobbyrunde, in der es zum ersten Mal um Punkte ging. Gespielt wurde, da eigene Trikots noch nicht zur Verfügung standen, in den Trikots der Fußballer. Pikantes am Rande, die Trikots paßten natürlich nicht, der Ausschnitt war viel zu tief und verrutschte ständig.

 

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1978 Unsere Volleyballmannschaft in Hagenburg
o.R.: Gabriele Bussmann, Cornelia Sostmann, Betreuerin Annelie Bayer und Trainer Klaus Fertig
u.R.: Antje Heinemann, Kerstin Eisenburger, Anja Bode

Aller Anfang ist schwer. So waren beide Mannschaften, die unter ihrem Trainer Helmut Nagel eifrig trainierten, zunächst nur Punktlieferanten. Zusammenspiel und Kampfgeist wurden jedoch von Spiel zu Spiel besser. „Die ersten vier Punkte waren zum Jahreswechsel eingefahren“, verkündete Annelie Bayer bei der
Jahreshauptversammlung 1976 stolz. Und neue Trikots hatten sie auch erhalten. An die Spielerinnen und Spieler, die die ersten Spiele für den TuS bestritten, können sich die Fans von damals noch gut erinnern, bei den Damen waren es Elke Eisenburger, Annelie Bayer, Ulrike Fertig, Christiane Bode, Christine
Allert und Conni Sostmann; bei den Herren Hans-Erwin Priester, Uwe Mantik, Thomas Hanke, Eckhard Rosin, Martin Wiegand und Heiner Tegtmeier.
Am 17. Dezember 1976 wurde die Volleyballsparte durch die Mitgliederversammlung offiziell gegründet, Annelie Bayer zur Spartenleiterin gewählt. Der TuS war um eine Sparte reicher.

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten entwickelte sich die Sparte schnell und äußerst positiv. In der Saison 1977/78 ging die Herrenmannschaft mit der TuSG Rolfshagen eine Spielgemeinschaft ein und spielte danach in der Kreisliga. In dieser Spielgemeinschaft spielte ebenso eine Jugendmannschaft, die seit dem Sommer 1977 von Eberhard Buttler trainiert wurde.

Im Jahre 1978 konnte Annelie Bayer sechs Mannschaften zum Spielbetrieb melden. Neben drei B- Jugend- und einer AJugendmannschaft spielte eine Mannschaft in der Hobbyrunde und eine Damenmannschaft in der Kreisliga. Bei der Vielzahl der spielenden Mannschaften mußten natürlich Schiedsrichter benannt werden. Conni Sostmann, Christine Allert und Dagmar Büthe absolvierten die Schiedsrichterprüfung mit gutem Erfolg.

In diesem Jahr nahmen die Damen an drei Pokalturnieren teil und erreichten jeweils vordere Plätze. Es waren die ersten Pokale, die je eine TuS-Volleyballmannschaft nach Hause gebracht hatte.

Auch im Jahre 1979 spielte man gemeinsam mit Rolfshagen in einer Spielgemeinschaft. Zwei B-Jugendmannschaften, eine Hobby-Damen- und eine Damenmannschaft, die weiterhin in der Kreisliga spielte, gehörten der Sparte an. Eine A- Jugendmannschaft konnte nicht gemeldet werden, da die meisten
Spielerinnen dem Jugendalter entwachsen waren und der Nachwuchs noch nicht alt genug war. In diesem Jahr belegten alle Mannschaften vordere Tabellenplätze, die Liga-Mannschaft scheiterte im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksklasse erst am letzten Spieltag. Mit dem Ziel, eine C-Jugendmannschaft für den Spielbetrieb melden zu können, wurde das Training mit Kindern ab 11 Jahren aufgenommen. Hier leistete Jugendtrainer Eberhard Buttler erfolgreiche Arbeit. Für die Kreisliga- Mannschaft konnte Hans Hermann Pareidt als neuer Trainer gewonnen werden.
In diese Zeit fallen auch die ersten Spiele gegen Hobbymannschaften aus dem Rehrener Schützenverein. Diese Verbindung sollte lange fester Bestandteil einer guten sportlichen Gemeinschaft bleiben. Die Jahre 1980
und 1981 sind einerseits durch Konsolidierung aber auch durch weitere Aufbauarbeit gekennzeichnet. Im
Jugendbereich hatte Stefan Hanke das Training der 12-jährigen übernommen. Eberhard Buttler trainierte mit
gutem Erfolg die weibliche B- Jugend und Hannes Pareidt spielte mit seinen jungen Damen in der Spitzengruppe der Kreisliga.

75jvolleyballbezirk

Trainer Hans-Hermann Pareidt führte die Mannschaft in die Bezirksklasse
o.R.: Betreuerin Annelie Bayer, Antje Heinemann, Dagmar Büthe, Cornelia Sostmann, Gabi Meier,
Hans-Hermann Pareidt
u.R.: Antje Eisenburger, Anett Matthä, Frauke Ruhe

Zum Saisonende erreichte die Mannschaft mit 18:4 den zweiten Tabellenplatz und war damit berechtigt, in den
Relegationsspielen um den Aufstieg in die Bezirksklasse zu spielen. Zwar gingen die Spiele gegen Horst und Landesbergen verloren, der Aufstieg in die Bezirksklasse wurde dennoch erreicht, da eine bereits gemeldete Mannschaft ihre Teilnahme zurückzog.

Auch in der Schiedsrichterarbeit wurden weiterhin gute Fortschritte erzielt. Das Schiedsrichtertrio wurde durch Eberhard Buttler, Stefan Hanke und Antje Heinemann auf ein Sextett erweitert. Cornelia Sostmann erwarb den C- Schein und Dagmar Büthe und Gabi Meier die C- Kandidatur.

Im Jahr 1982 beendete Jugendtrainer Eberhard Buttler aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen seine Trainertätigkeit. Cornelia Sostmann, die schon seit längerer Zeit seine Arbeit unterstützt hatte, wurde seine Nachfolgerin.

Mit Stefan Hanke, Regine Schwiezer und Werner Buchmeier standen ihr volleyballbegeisterte Mitstreiter zur Seite.

Das Jahr 1982 sollte zu den erfolgreichsten der Volleyballgeschichte im TuS zählen. Erstmals spielte eine Herrenmannschaft mit gutem Erfolg in der Hobbyrunde um Punkte und konnte in der folgenden Saison in der Kreisliga gemeldet werden. Einige Jugendspielerinnen nahmen am Kadertraining des Kreisvolleyballverbandes teil und die ehemalige A- Jugend, die nun von Cornelia Sostmann trainiert wurde, verbuchte als 2. gemeldete Damenmannschaft in der Kreisliga erste Erfolge. Die 1. Damenmannschaft behauptete sich erfolgreich in der Bezirksklasse.

Das Auetalpokalturnier wurde nun schon zum zweiten Mal ausgespielt. Der Pokal der Männer ging an den SV Nienstädt, bei den Damen war Kleinenbremen erfolgreich. Die TuS-Mannschaften wurden jeweils Zweiter.

Aber auch gemeinschaftliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Im Oktober, nach dem 1. Spieltag, an dem beide Spiele der neuen Bezirksdamenmannschaft gewonnen wurden, ging es mit Mannschaften und Fans zum Fischmarkt nach Hamburg und anschließend auf eine Butterfahrt nach Heiligenhafen. Statt einer Weihnachtsfeier wurde ein Weihnachtsturnier durchgeführt.

An der 800- Jahr Feier der Gemeinde beteiligte sich die Sparte mit einem geschmückten Wagen und stellte die hehre Zunft der „Auetaler Waschfrauen“ dar.

Nach ihrer ersten Saison in der Bezirksklasse konnte die 1. Damenmannschaft mit einem 5. Platz in der Tabelle aufwarten, die 2. Damenmannschaft errang den 7. Platz in der Kreisliga und die Herren einen guten 5. Tabellenplatz.

Im Kreispokal belegte die Herrenmannschaft sogar einen 4. Platz und bot den Spitzenmannschaften Paroli; die Damenmannschaft nahm leider am Bezirkspokal nicht teil. In der Saison 1983/84 konnte eine C- Jugend nicht mehr gemeldet werden, da viele Mädchen in die B-Jugend hineingewachsen waren.

Das Auetalpokalturnier war mittlerweile zum festen Bestandteil in der Schaumburger Volleyballandschaft geworden. Und auch der TuS war bei allen Turnieren im Schaumburger Land und darüber hinaus gern gesehen.

Marc Fertig im Kreis der Nationalmannschaft
75jvolleyballnationalEin großes Talent
Marc Fertig gewann 1990 im Rahmen der Europameisterschaft mit der Junioren-Nationalmannschaft eine Bronzemedaille. Im Spiel gegen Italien trug er durch eine überragende Leistung zum Sieg bei. „Gleichermaßen stark im Angriff und im Block sowie mit schnellen Reflexen in der Feldabwehr brachte er den nötigen Schwung in die Mannschaft, so daß das Spiel mit 3:0 gewonnen wurde“, lobte die SZ in ihrer Ausgabe vom 6.September 1990 den Auetaler. Marc Fertig ist in Rehren geboren. Beim TuS spielte er Fußball und Volleyball. Einen Volleyball hielt er zum ersten Mal im Jahr 1981 bei den Mini-Volleyballern in der Hand. 1985 wechselte das ungewöhnliche Talent zum TuSG Rolfshagen und im gleichen Jahr zum VT Rinteln. Nach schönen Erfolgen auf Landesebene wechselte Marc 1987 in das Volleyballinternat Höchst, wo er auf das große Ziel, Teilnahme an der Juniorenmeisterschaft vorbereitet wurde. Marc ist neben Ralf Kallmeyer der erfolgreichste Sportler, der in den Reihen des TuS gestanden hat.

Sicherlich ist es auch heute noch interessant, welche jungen Damen und Herren in diesen Zeiten so erfolgreich Volleyball spielten.

Bei den Damen im Bezirk waren es Cornelia Sostmann, Frauke Ruhe, Annett Matthä, Antje Heinemann, Gabriele Meier, Kerstin Eisenburger, Dagmar Tünnermann, Kerstin Grupe, Ulrike Eisenburger, Anja Bode, Heike Stemme, in der Kreisliga spielten Katharina Possenriede, Sandra Wittek, Corinna Freche, Regine Schwiezer, Corina Güttler, Gudrun Buchmeier, Birgit Keil, Alexandra Komoll, Roswitha Schrader, Kerstin Bredemeier und Gaby Bussmann. Bei den Herren waren es Dirk Wente, Uwe Wente, Karl-Heinz Battermann, Dirk Schwiezer, Andreas Knippschild und Werner Buchmeier.

Im Januar 1984 ist Annelie Bayer als Spartenleiterin zurückgetreten. Zum Ende ihrer Amtszeit gab es fünf Mannschaften. Darunter zwei Damenmannschaften, die eine spielte in der Bezirksklasse, die andere in der Kreisliga; eine Herrenmannschaft, die in der Kreisliga einen guten Mittelplatz einnahm, eine B- Jugend, in der ein Supertalent, Marc Fertig, groß wurde und eine Mini- Mannschaft. Neben den Punktspielen standen der Auetalpokal und weitere Turniere im Vordergrund.

Ihr zur Seite standen mit Hannes Pareidt, Cornelia Sostmann, Werner Buchmeier und Regine Schwiezer qualifizierte Mitarbeiter.

Annelie Bayer hat über fast ein Jahrzehnt gute Arbeit geleistet.
Nach Abschluß der Saison 1983/84 legte auch Hannes Pareidt sein Amt als Trainer nieder. Er hatte, ehrenamtlich und mit großem persönlichem Einsatz, einige Jahre harte, solide und vor allem erfolgreiche Arbeit geleistet. Da nicht sofort ein geeigneter Nachfolger gefunden wurde, übernahm zunächst Cornelia Sostmann die Trainingsarbeit mit der ersten und zweiten Damenmannschaft.

In der Saison 1984/85 hatte die Sparte sieben spielende Mannschaften gemeldet, vier Mannschaften im Damen- und Herrenbereich, drei Jugendmannschaften. Noch nie war der Verein in der Breite so stark vertreten gewesen und die Situation verlangte von der Spartenleitung und allen Betreuern ein Höchstmaß an persönlichem und organisatorischem Einsatz.

In dieser Zeit wurde auch die Spielgemeinschaft mit der TuSG Rolfshagen aufgelöst, da die gesamte Spartenarbeit durch den TuS Rehren geleistet wurde.

Die Saison gestaltete sich in der Durchführung des Spielbetriebes nicht leicht. Die 1. Damenmannschaft konnte, wenn auch unter großen Schwierigkeiten, den Klassenerhalt auf Bezirksebene erhalten. Die 2. Mannschaft geriet schnell auf die Verliererstraße, war schwer zu motivieren und wurde schließlich, nachdem sie zwei Mal nicht angetreten war, vor dem Saisonende disqualifiziert.

Obwohl sich die zwei Herrenmannschaften in der Kreisliga gut behaupteten, wurden sie zu Saisonende aufgelöst, da das Gros der Spieler aus Rodenberg kam und dort eine eigene Sparte aufgebaut wurde.

Bedauerlicherweise waren es auch einige Rehrener Spieler, die damals nach Rodenberg gingen. Damit wurde die Volleyballsparte zu einer reinen Damensparte.

In der Jahreshauptversammlung 1985 wurde die Spartenleitung offiziell neu besetzt. Cornelia Sostmann hatte nach dem Ausscheiden von Annelie Bayer die Sparte kommissarisch geführt und wurde im Februar 1985 Spartenleiterin des TuS.

Der Abstieg der Bezirksklassenmannschaft zeichnete sich in der Saison 1985/86 schon früh ab. Die Mannschaft spielte in einer völlig neuen Zusammensetzung; junge Nachwuchspielerinnen wurden integriert, das Zusammenspiel mußte neu aufeinander abgestimmt werden. Erschwerend kam der Weggang des zwischenzeitlich eingestellten Trainers Hassan Hlonde hinzu, so daß Cornelia Sostmann wieder die Position der Spielertrainerin einnehmen mußte. Mit abnehmender Motivation schwand auch die Trainingsbeteiligung und die Mannschaft mußte mit 2:38 in die Kreisliga absteigen.
Der beabsichtigte sofortige Aufstieg in der Saison 1986/87 schien nach anfänglich gutem Start zu gelingen. Noch zum Jahreswechsel führte der TuS gemeinsam mit dem TSV Hagenburg die Tabelle an, mußte jedoch in der Rückserie zum Teil völlig unnötige Niederlagen hinnehmen. Der 3. Tabellenplatz reichte leider nicht zum Aufstieg. Letztlich war man sich auch darüber klar, daß ein Aufstieg wahrscheinlich den sofortigen Abstieg bedeutet hätte.

Im Jugendbereich spielte eine B- und C- Jugendmannschaft, wobei im B- Jugendbereich fast die komplette C- Jugend eingesetzt wurde.

Der Start in die nächste Saison 1987/88 stand unter einem guten Stern. Die Mannschaft konnte Neuzugänge verzeichnen, einige der Damen hatten schon früher in den Jugendmannschaften des TuS gespielt. Auch konnte ein neuer Trainer, Oliver Jaschke aus Bückeburg, verpflichtet werden. Oliver Jaschke bekam die Mannschaft schnell in den Griff, brachte zu dem eine neue Spielerin mit und konnte auf ein Kader von 11 Spielerinnen zurückgreifen.

Am 19. März 1988 wurde für die Damenmannschaft ein Traum Wirklichkeit. Sie wurde Kreismeister und stieg wieder in den Bezirk auf. Der Weg dorthin war beschwerlich, denn insbesondere die Damen aus Bergkrug hatten es unserer Mannschaft nicht leicht gemacht. Der letzte Spieltag mußte die Entscheidung bringen. In einer gefüllten Sporthalle spielte die Mannschaft, die durch den Fanclub – Fußballer des TuS – wirkungsvoll unterstützt wurde, wie ein wahrer Meister auf und konnte beide Gegner, den TuS Kleinenbremen und VT Rinteln, problemlos bezwingen.

In einer großen Aufstiegsfeier wurde die Kreismeisterschaft mit Mannschaft und Fanclub gefeiert.
Die heimische Presse feierte begeistert Sieg und Aufstieg unserer Mannschaft und schrieb im März 1988:

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Die Meistermannschft von 1988
o.R.: Corinna Freche, Ellen Tegtmeier, Corina Güttlein, Kerstin Güttlein, Kerstin Taube, Regine Schwiezer
u.R.: Kerstin Bredemeier, Cornelia Sostmann, Petra Bierschwale, Jeanette Bregulla, Kerstin Grupe

Rehren A.O. siegt mit Pauken und Trompeten

Der letzte Spieltag in der Kreisliga der Damen entschied über die Vergabe des Meistertitels. In eigener Halle mußte die Mannschaft noch gegen Kleinenbremen und Rinteln I antreten. Der Gast aus Kleinenbremen war beim 0 : 3 ohne jegliche Siegchance, damit war der erste Schritt in Richtung Aufstieg getan. Die vermeintlich schwerere Aufgabe aber stand dem Gastgeber im Spiel gegen die VTR noch bevor. Allerdings war an diesem Tag die VTR nicht in der Lage, die bestens aufgelegte Mannschaft zu gefährden. Der TuS Rehren beherrschte vor über 100 begeisterten mitgehenden Zuschauern Spiel und Gegner von Anfang an. So ist der hohe 3 : 0 Erfolg die logische Konsequenz aus einem überlegt geführten Spiel.

Und wie das so ist, wenn der Erfolg da ist, wird auch außerhalb des Sports etwas geboten. Sowohl mit den Erwachsenen als auch mit der Jugend wurden wieder zahlreiche unterhaltsame Fahrten unternommen.

Im Jahr 1989 wurde keine Jugendmannschaft für den Spielbetrieb gemeldet. Viele Jugendliche waren dem Jugendalter entwachsen und neue, junge Spielerinnen waren trotz intensiver Werbung für den Volleyballsport nicht zu begeistern. Leider hatten sich auch Regine Schwiezer und Stefan Hanke aus der Jugendarbeit zurückgezogen. Um jedoch den wenigen Jugendlichen die Möglichkeit zum Spielen zu geben, wurde seit langer Zeit wieder eine Hobbymannschaft gemeldet.

Problemlos verlief die Saison für die Damenmannschaft. Trainer und Mannschaft harmonierten gut und so gab es auch außerhalb des Spiels und des Trainings viele Aktivitäten, die die Mannschaft gemeinsam unternahm.

Die erste Saison im Bezirk hatte gebracht, was Trainer und Mannschaft angestrebt hatten. Man errang den 8. Tabellenplatz und damit war der Klassenerhalt gesichert.

Damals standen Kerstin Grupe, Kerstin Güttler, Regine Schwiezer, Corinna Meier, Corina Freche, Petra Bierschwale, Kerstin Bredemeier, Antje Harmening. Jeanette Bregulla, Ellen Tegtmeier und Cornelia Sostmann, aber auch Annegret Knippschild und Kerstin Taube in den Reihen der Bezirksklassenmannschaft.

Beim Bezirkspokal 1989 konnte der TuS in eigener Halle den Bezirksligisten VFL Hannover und den Bezirksoberligaaufsteiger SF Aligse als Gast begrüßen. Die Spiele gegen diese Mannschaften waren ein echter Volleyball-Leckerbissen, da hier Spielvarianten geboten wurden, die auf Bezirksebene nur selten zu sehen sind. Daß beide Spiele ohne Satzgewinn verloren wurden, war völlig nebensächlich. Im Mai 1989 fuhr die Mannschaft zu einem großen internationalen Freilluftturnier, an dem 800 Mannschaften teilnahmen, nach Holland. In der Sportwoche des TuS wurde ein Mixed-Turnier veranstaltet, zu dem sich leider nur ganz wenige Zuschauer einfanden. Als weitere Attraktion des Jahres nahmen die Volleyballdamen gemeinsam mit den
Fußballern an einem Mixed-Turnier in Lindhorst teil. Mit jeweils einem 4. und 5. Platz fuhr man zufrieden nach Hause.

Wie schon in den Jahren zuvor fuhren die Damen gemeinsam mit Volleyballspielern aus Rohden und Krankenhagen nach Bremen, um beim „Jever Cup“ bei ständig guter internationaler Beteiligung auch die deutsche Nationalmannschaft zu bewundern.

Im Januar 1990 legte Cornelia Sostmann ihr Amt als Spartenleiterin nieder. Sieben Jahre hatte sie der Sparte vorgestanden und mit den Damen und Mädchen so manchen sportlichen Höhepunkt erleben dürfen, insbesondere den Wiederaufstieg der Damenmannschaft in den Bezirk. Sie arbeitete als Spartenleiterin im Bereich der Spielorganisation, in der Zusammenarbeit mit der Presse und dem Volleyballausschuß auf Kreis- und Bezirksebene und leitete über viele Jahre das Training von Jugend- und Damenmannschaften.

Nachfolgerin im Amt wurde Kerstin Güttler.

Die Damenmannschaft spielte in der Saison 1990/91 weiterhin in der Bezirksklasse. Sie erreichte zum Saisonende einen 9. Tabellenplatz. Um den Klassenerhalt zu sichern, wäre ein Relegationsspiel notwendig gewesen. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststand, ob für die kommende Saison eine Mannschaft gemeldet werden konnte, wurde auf dieses Spiel verzichtet. Der Abstieg in die Kreisliga war besiegelt. Während der Saison und zu Saisonende verließen einige Spielerinnen aus den verschiedensten Gründen die Mannschaft. Oliver Jaschke arbeitete mit dem „Rest“ und einigen jungen Spielerinnen noch bis zum Saisonende und verließ im Frühjahr 1992 den Verein.

Für die Saison 1992/93 wurde keine Mannschaft zum Spielbetrieb gemeldet.

Kerstin Güttler sah für sich und die Sparte keine Zukunftsperspektiven mehr und kündigte in der Jahreshauptversammlung 1992 an, daß sie ihr Amt im nächsten Jahr zur Verfügung stellen werde. Sie bat den Vorstand um Unterstützung bei der Suche nach einer Nachfolgerin. Zur Jahreshauptversammlung 1993 stand keine Nachfolgerin bereit, die Sparte hatte aufgehört zu existieren.

Im Laufe des Jahres 1993 hatte sich eine kleine Gruppe von Spielerinnen um Ellen Tegtmeier, Daniela Sapia und Annegret Knippschild gebildet, die wieder begann, Volleyball zu spielen. Bei der Jahreshauptversammlung 1994 erklärten sie voller Zuversicht, die Dinge um die Sparte fest in die Hand zu nehmen. Annegret Knippschild wurde Spartenleiterin und mit Ulf Schröder fand man einen Mann, der bereit war, als Trainer beim Wiederaufbau zu helfen. Erfreulich war auch, daß einige der ehemaligen Bezirksklassenspielerinnen den Weg zur Sparte gefunden hatten.

So war es nur eine Frage der Zeit, daß die Mannschaft zum Spielbetrieb gemeldet wurde. In der Saison 1994/95 spielte wieder eine Damenmannschaft in der Hobbyrunde. 1995 hatte mit Arne Schrader, in Volleyballkreisen kein Unbekannter, ein qualifizierter Trainer die Arbeit in der Sparte aufgenommen. Ebenso wurde die Jugendarbeit intensiviert. Mehr als 20 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren nahmen unter Leitung von Annegret Knippschild, Tanja Zuttermeister und Daniela Rauhut das Training auf.

 

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1993 – es gibt sie wieder , die Volleyballsparte
o.R.: Trainer Ulf Schröder, Ellen Tegtmeier, Tanja Zuttermeister, Kirsten Zuttermeister, Sandra Lichtenfeld
u.R.: Daniela Rauhut, Kerstin Fischer, Spartenleiterin Annegret Knippschild,Inga Hanke

In der Saison 1995/96 spielte die Damenmannschaft in der Hobbyrunde des Kreises, in der lediglich vier Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, eine Zahl, die viel zu gering ist, um Erfahrung und Spielpraxis zu sammeln.

Naturgemäß freuen sich die Spielerinnen über Einladungen zu Turnieren anderer Mannschaften, um dort Spielpraxis und Erfahrungen zu sammeln. Die Einladung zum 4er Mix Beach-Cup nach Lahde im Juli wurde gern akzeptiert. Wenn unsere Mannschaft auch bereits in der Vorrunde ausscheiden mußte, war sie froh über die Teilnahme, nach dem Motto: „Dabei sein ist alles“, und im nächsten Jahr sind sie wieder dabei.

 

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Saison 1995/96 – Unsere E-Jugend
o.R.: Daniel Finke, Betreuerin Tanja Zuttermeister, Carolin Stummeyer, Kirsten Strunk
u.R.: Stefan Dreyer, Nina Tegtmeier, Sarah Echost, Julia Klingenberg

Im Jubiläumsjahr ist unsere Damenmannschaft weitgehend zusammengeblieben, auch wenn sie bedingt durch Verletzungen zu Saisonbeginn nicht in stärkster Aufstellung antreten konnte. Sie spielt weiterhin in der Hobbyrunde.

Spartenleiterin Annegret Knippschild ist weiterhin guten Mutes, „wir sind alle optimistisch und hoffen immer noch auf weitere „Volleyball-Begeisterte“, die den Weg zum wirklich guten Training wagen, dabei sind auch mal ein paar Männer herzlich willkommen, um möglicherweise zu einer Hobby-Mix-Runde melden zu können“. Im Jugendbereich sind erfreulich Ansätze zu erkennen.

Zwei D- Jugenden und eine E- Jugend wurden zum Spielbetrieb gemeldet. Die Kinder und Jugendlichen waren beim Training eifrig dabei, haben fleißig Angaben geübt und zeigten auch schon sehr viel Spielverständnis. Es macht Spaß zu sehen, wie sehr sie sich bemühen, den Ball nach den ersten Ballkontakten nicht gleich wieder über das Netz zur gegnerischen Mannschaft zu spielen, sondern den Ball in den eigenen Reihen zu halten., um einen eigenen Angriff aufzubauen.

Die D-und E-Jugenden hatten Premiere und ihre ersten Spieltage in eigener Halle. Die jungen Spielerinnen zeigten in beiden Begegnungen, daß sie im Training ihre Lektionen gelernt hatten und überraschten die Zuschauer mit manch gutem Spielzug und schönen Ballwechseln.

Die Entwicklung ist eindeutig positiv, bleibt zu hoffen, daß die Sparte wieder zu dem wird, was sie einst gewesen ist- eine erfolgreiche, blühende Sparte.

 

75jvolleyball1995jgd

unsere Jugendlichen, seit 1995 wieder aktiv
o.R.: Carina Limburg, Marie Biesterfeld, Anne Bartsch, Nina Bohne,
Sarah Wittek, Annika Grupe, Sina Lange, Stephanie Ackmann, Mareike Bohne
u.R.: Stefan Dreyer, Daniel Finke, Matthias Kröger, Nina Tegtmeier, Julia
Klingenberg, Regina Hermann, Alexander Hermann

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