1952 – 1966 Jahres des Aufbaus und des Wandel

Der Verein hatte sich gefestigt. Persönlichkeiten wie Wilhelm Zuttermeister, Friedrich Westermann und Heinrich Bredemeier sen. hatten das Vereinsleben gestaltet und geprägt. Die erfolgreiche Arbeit unterschiedlicher Vorstände wirkte sich im Innenleben, aber auch nach außen aus.Am 21. März 1953 vergab der Kreissportbund die Ausrichtung des Kreissportages nach Rehren, eine Ehrung, die bis dahin nur wenigen kleineren Vereinen widerfahren war. Wenige Wochen später richtete der Verein die Tagung der Fußball-Jugendleiter des Kreises in Rehren A/O aus. Im April des Jahres 1955 fand der Kreisjugendtag im Gasthaus Klughardt statt. Der TuS war bei allen Veranstaltungen ein aufmerksamer Gastgeber. Wilhelm Zuttermeister wurde als 2. Vorsitzender im Kreissportbund bestätigt und zum Beisitzer im Kreisjugendausschuß gewählt.

Freundschaftliche Verbindung zum ostzonalen Sportverein Oberweddingen/Magdeburg wurde aufgenommen und Vergleichsspiele ausgetragen. Eine Fußballmannschaft der technischen Hochschule Braunschweig war im Mai 1957 zu Gast in Rehren. Wenn auch das Freundschaftsspiel mit 1:6 verloren wurde, waren ein geselliger Abend und eine gemeinsame Wanderung durch das Wesertal eine Bereicherung für den sportlichen Alltag.

Nicht immer spannungsfrei gestaltete sich das interne Vereinsleben. Die Einladung zur Halbjahresversammlung im August 1953 forderte zur Neuwahl des Vorstandes auf, da der alte Vorstand „als nicht mehr arbeitsfähig anzusprechen war“. Konstruktiv wurde jedoch ständig weitergearbeitet. 1954 begannen die Planungen für den Bau des Sporthauses durch die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem
Vorstand; es wurde im Jahr 1956 fertiggestellt.
Vorsitzender Heinz Reese und Schatzmeister Wilhelm Zuttermeister haben sich um das Sporthaus verdient gemacht. Wenig später wurde das Sportgelände um eine 100m- – Bahn, eine Kugelstoßanlage und zwei Weitsprunggruben erweitert.

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13. Oktober 1956- das Sporthaus ist fertiggestellt

Die Schaumburger Zeitung schrieb zu diesem Ereignis:
„Heute hat die Jugend ihren Festtag“, erklärte Hauptlehrer Alfred Dörbecker in seiner Festansprache zur Einweihung des Sporthauses und dankte dem Bürgermeister Wilhelm Westermann und dem Architekten Plate für das großzügig erstellte Gebäude

Der Sportplatz präsentierte sich in hervorragendem Zustand und es war eine Freude, Fußball zu spielen, Leichtathletik zu treiben und die Übungen für das Sportabzeichen zu absolvieren. Überlegungen, in Rehren ein Lehrschwimmbecken zu errichten, scheiterten in den politischen Gremien. Dagegen fielen Planungen zum Bau einer Turnhalle, deren Bau unter der ständig sich weiter entfaltenden Turnsparte und der ebenso starken Entwicklung des Schulsports unstrittige Notwendigkeit wurde, auf fruchtbaren Boden.

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Erich Kynast hat sich um Rehrens Jugend verdient gemacht.

Bürgermeister Wilhelm Westermann, Rektor a. D. Alfred Dörbecker, Heinrich Wendt betrachten als willkommene Gäste das Sportfest der Jugend

In diese Zeit fiel auch die Erstellung der ersten Vereinssatzung. Mit Eintragung der Satzung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Obernkirchen wurde der Verein am 21. Juli 1956 „eingetragener Verein“ und nannte sich Turn- und Sportverein Rehren A/O v. 1922 e.V.

Die fünfziger und frühen sechziger Jahre wurden durch zwar wechselnde, doch in den Personen fast immer gleichbleibende Vorstände gestaltet. Rudolf Möller und Erich Kynast stellten von 1956 bis 1966 den Vorsitz, Friedrich Westermann betreute bis 1970 das Amt des Schriftführers, Wilhelm Zuttermeister bekleidete bis 1965 das Amt des Kassenwartes und fast ohne Unterbrechung bis 1969 das Amt des Sportwartes. Der Verein blieb in diesen Zeiten in seiner Struktur im wesentlichen unverändert bestehen. In der Fußballsparte wurde
im Herrenbereich bis 1965 mit zwei Mannschaften auf Kreisklassenebene gespielt, in der Jugendsparte spielten bis 1955/56 A- und B-Jugenden erfolgreichen Fußball, während der Neuaufbau von Knaben- und Schülermannschaften mit Fritz Knöner und Erich Kynast, der im Jahr 1954 die Jugendarbeit übernommen hatte, begann. Es sollte bis 1981 dauern, bis der TuS wieder durchgängig Jugendfußball-Mannschaften zum Spielbetrieb melden konnte.

Die Turnsparte konsolidierte sich ganz erfreulich. Neben einer Herren- und Damenriege, die bis 1956 bestand, nahm das Kinder- und Jugendturnen unter Johanna Kynast einen für das Vereinsleben günstigen und zukunftsweisenden Aufschwung.

Wenig erfreuliches ist über die Geschichte des Vereins aus den Jahren 1964 bis 1966 zu berichten. Jahreshauptversammlungen haben nicht stattgefunden und über Vorstandsarbeit gibt es keine Unterlagen. Es ist lediglich festgehalten, daß nach Rücktritt des 1. Vorsitzenden der Verein einige Zeit ohne offiziellen Vorsitz war.

Auch sportlich stand es nicht zum Besten. In diese Zeit fielen der Abstieg unserer Herrenmannschaften in untere Klassen.

Lediglich unsere Jugendmannschaften und unsere Turnsparte bereiteten viel Freude. Unsere jungen Fußballer konnten sich in allen Altersgruppen präsentieren.

Nach außen präsentierte sich der Verein nach wie vor als gut funktionierende Gemeinschaft. Der TuS richtete im Jahr 1963 den Kreisfußballtag aus, für den gastgebenden TuS hielt Erich Kynast die Begrüßungsansprache. Wilhelm Zuttermeister war nach wie vor Schatzmeister im Kreisfußballverband und Erich Kynast Sportgerichtsvorsitzender im gleichen Gremium.

Im Dezember 1966 begann eine neue Ära im Verein. Heinrich Bredemeier wurde 1. Vorsitzender.

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Sportfest 1960 – Einmarsch zum Fußballpokalspiel
Das Kinder- und Jugendturnen nahm unter Johanna Kynast
eine erfreuliche Entwicklung

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