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Niedernwöhren konnte uns nicht stören PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 01. April 2017 um 13:02 Uhr

Grandios: Erster Sieg seit der Fusion (2008) über Niedernwöhren 1 !!!

170328 Ndw-SCA1Im Marathon des Spielprogramms (Pflichtspiele / Nachholspiele) führte uns der Weg am Dienstag nach Niedernwöhren. Eine schwierige Aufgabe, denn die Gastgeber am Beerbusch galten als Team der Stunde. Vier Spiele im neuen Jahr = viel Siege, so die Bilanz von Niederrnwöhren. Aber wir sind auch nicht schlecht (3 Siege, 1 Unentschieden), stellten uns mit Bravour der Aufgabe und nahmen beim 2:1 Erfolg die Punkte mit. Marc Steinsiek und Arndt „Keule“ Struckmeier sorgten in der 1. Halbzeit für die Tore. Dem konnte Niedernwöhren nach Wiederanpfiff nur noch den Anschlusstreffer durch Tim Hoffrichter entgegen setzen.

Erinnern Sie sich an den 13. März 2005? Vermutlich nicht. Wer weiß schon, was er vor zwölf Jahren getrieben hat.  Doch bei der Antwort kehrt bei einigen Auetalern Glanz in die Augen ein. Es war der Tag, an dem letztmalig eine Mannschaft unseres Orts gegen „Niedernwöhren 1“ gewann. Beim jenem 3:1 Auswärtserfolg am Beerbusch hieß unser Team noch TuS Rehren A/O. Der Zusammenschluss mit Kathrinhagen und Gründung unseres SC Auetal kam drei Jahre später.

170328 Ndw-SCA2Als SCA nun neu im Rennen gab’s gegen Niedernwöhren kaum etwas zu holen. Oft trennte uns eine Spielklasse, wirbelte der TuSN in der Bezirksliga. Gelegentlich musste deren 2. Mannschaft herhalten, damit wir überhaupt nach Niedernwöhren fuhren. „Ich erinnere mich noch an ein Spiel gegen deren Zweite“, so Marcel Diedler, „da hatte es fürchterlich geregnet und die Partie wurde für eine halbe Stunde unterbrochen.“

Die Zeiten ändern sich. Das Wetter spielte mit (angenehm windstill auf dem zugigsten Platz Schaumburgs), und Niedernwöhren hat an Schrecken verloren. Standen bislang kein Sieg, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche, sieht es seit Dienstag besser aus: Der erste Sieg des SC Auetal gegen Niedernwöhren I ist eingetütet!

Zu Anfang gab es gleich zwei Aufreger. Bereits beim ersten Spielzug flog der Ball nach einem Preßschlag in Niedernwöhrens Strafraum, doch Torwart Späth ist vor unserem ‚Goalgetter‘ Samer Mahmo am Ball. Eine Minute später, auf der Gegenseite, senkt sich der Ball nach einer Bogenlampe gefährlich hinter unsere Latte.

„Nanu, wer steht beim SCA im Kasten?“ fragten die wieder zahlreich mitgereisten Schlachtenbummler. Es war der 18-jährige Tom-Luca Breimeier, der sein Debüt im Herrenbereich gab. Der junge Schlussmann, der für kurze Zeit nach Obernkirchen ausgewandert war, machte seine Sache gut. „Ich hatte mir es nicht so einfach vorgestellt“, sagte Tom-Luca nach dem Spiel und lobte seine Vorderleute. „Beim Gegentreffer war ich machtlos. Der Ball war abgefälscht.“ Niklas Dohm, der sonst bei uns das Tor hütet, schwitzt derzeit im Abitur. Er hatte diese Pause schon vor Wochen angekündigt und wollte kein Verletzungsrisiko eingehen.

170328 Ndw-SCA3Die erste Halbzeit war geprägt von großem Respekt voreinander. Meist neutralisierten sich die Aktionen im Mittelfeld. Niemand wollte ein Risiko eingehen. Wir versuchten es zumindest mit der Torgefahr. Ein Feldmann-Pass auf Mahmo war jedoch zu steil (22.min), eine Diedler-Ecke faustete TuS-Torwart Jannik Späth weg (25.min).

Dann fielen allerdings die Treffer! In der 28.min setzt sich Marc Steinsiek links an der Torauslinie gegen zwei Verteidiger durch. Sein Rückpass findet Tobias Feldmann, der netzt aus 11m ein. Grandios, für führen 1:0. Zwei Minuten später tippt der Ball nach einem Einwurf tückisch auf. Steinsiek versucht es mit einem Schuss aus der Drehung, doch drüber.

In ‚Minute 34‘ durfte wiederum gejubelt werden. Mit einer Traum-Kombination gelang das zweite Tor. Samer Mahmo spielt zu Tobias Feldmann, der gibt den Ball instinktiv zu „Keule“ Struckmeier. Im Basketball sagt man zu solcher Szene „No-Look-Pass“. Die Keule, ein Meister für Tore aus dem Nichts, bedankt sich anständig und sorgt fürs 2:0. Anders ausgedrückt: Mit dem offiziellen Spielstand von „0:2“ ging’s in die Halbzeit.

Vorher durften wir jedoch noch zweimal kräftig durchschnaufen. Die 36.min sah eine tolle Kombination Feldmann - Mahmo - Steinsiek, doch Torwart Späth hält. Auf der Gegenseite hat auch Niedernwöhren eine dicke Chance. Ein Rüffer-Freistoß an der Strafraumgrenze landet in der Mauer. Der anschließende Kopfball von Niedernwöhren geht übers Tor.

Nach dem Seitenwechsel kam der erwartete Druck der Gastgeber. Wir setzten allerdings auf Konter, blieben gefährlich. Als Folge entwickelte sich ein hoch interessantes Spiel. Kopfball TuS nach Ecke (48.min), drüber. Volleyschuss Tobias Feldmann aus spitzem Winkel (50.min), knapp vorbei. Dann versucht es Niedernwöhrens Daniel Engwer (53.min), doch unser Torwart Tommi Breimeier hält im Nachfassen.

Chancen gibt es auf beiden Seiten. Steinsiek-Kopfball nach einem Feldmann-Freistoß (62.min), drüber. Schöne Aktion von Samer Mahmo (68.min), doch Pech im Abschluss. In der 72.min stockt Niedernwöhrens Fans der Atem. Ein eigener Mann sorgt für Gefahr, als er einen Freistoß von Marcel  Diedler gefährlich aufs eigene Tor köpft. Schussmann Späth kann den Ball gerade noch zur Ecke lenken.170328 Ndw-SCA4

Die Angriffsbemühungen des TuS wurden dann doch belohnt. Den Treffer leitete Luks Stötzner ein, der weite Einwürfe wie Flanken in den Strafraum bringt. Die Zuschauer sahen ein Gewühl von roten und von grünen Leibern, dann war der Ball im Tor. Am meisten freute sich Tim Hoffrichter, der gerade eingewechselt war und den von uns wohl keiner auf der Rechnung hatte. Sein Schuss war abgefälscht, wie unser Torwart Tommi Breimeier ja eingangs schilderte.

Niedernwöhren machte nun Druck bis in die Nachspielzeit, um den ersehnten Ausgleich noch zu schaffen. Unsere Abwehr ging keine Kompromisse ein. „Hoch, weit und weg“ war die Devise, wenn’s darum ging, das eigene Tor zu sichern. Es schien, als laufe Niedernwöhren gegen eine Gummi-Wand, Nur einmal wurde es brenzlig, als Tommi Breimeier bei einem Konter prächtig hielt.

Wer denkt, die Auetaler wären nur auf Defensive aus, der irrt gewaltig. Es hätte des Tag des Caius Fels werden können! Unser junger Mittelfeldspieler kam in der 85. Minute und sollte für Alarm in Niedernwöhrens Hälfte sorgen. „Caius ist flink, frech und wirbelt wie ein Straßenköter“, nennt Marco Gregor die Vorzüge des 19-jährigen. Berufsbedingt musste er in Vorbereitung und im Training kürzer treten, wird daher für Sonderaufgaben im Spielverlauf gebraucht.

Gerade auf dem Feld, marschierte Caius aufs gegnerische Tor. Sein Volleyschuss pariert Niedernwöhrens Torwart Späth jedoch meisterlich (85.min). Der Nachschuss touchiert das Lattenkreuz. „Das hat er gut gemacht“, lobt Trainer Marco Gregor, „doch in der nächsten Szene habe ich mich richtig geärgert.“  Es kam die 88.min … und wieder bot sich Caius Fels die Chance. Der junge Mann stürmte alleine auf den Torwart zu und hätte schießen können. Dann verließ ihn allerdings der Mut. Es folgte ein Abspiel zum rufenden Samer Mahmo, der es aus schlechterer Position versuchte. Dankbarer Nutznießer war Niedernwöhrens Torwart. Jannik Späth hielt den Ball.

170328 Ndw-SCA5Wir wollen den Kommentar von Marco Gregor hier nicht wiedergeben. In Comics werden solche Szenen in Sprechblasen mit Totenkopf, Ausrufezeichen und Giftflaschen gekennzeichnet. Nun ja, Chance vertan. Der eine ist noch jung, wird daraus lernen. Der andere wird ganz gewiss auf seine 30 Liga-Tore kommen. Wie sagte Abwehrspieler Ercan Adsiz, der verletzt zuschauen muss, unlängst? „Die Mannschaft wird alles dafür tun, dass Samer diese magische Marke knackt.“

Zum nächsten Mahmo-Tor besteht am Sonntag dann Gelegenheit. Doch es wird schwer, denn Gegner SV Engern gilt von jeher als unbequemer Gegner. Die regionale Nähe bietet zusätzlichen Zündstoff. Da vier Jungs von Engern früher das Auetaler Trikot trugen, ahnt der Leser die Brisanz des Derbies.

Leser? Ach was, Zuschauer! Verpassen Sie es nicht, am Sonntag (15.oo Uhr) zum „Sportplatz an der Obersburg“ zu kommen. Der SC Auetal hat einen guten Lauf. Vier Siege und ein Unentschieden lassen das neue Jahr prächtig beginnen. Wir liegen auf dem 2. Platz in der Tabelle. So soll es bleiben, wenn nicht so mancher Gegner etwas dagegen hätte. Die Hürde „Niedernwöhren“ ist geschafft Jetzt kommt mit Wilhelm Siekers SV Engern der nächste dicke Brocken aus den Büschen.

 

S t a t i s t i k :

Niedernwöhren:  Späth  -  Bindernagel, Hochmuth, Popadic, Müller (61. Hoffrichter)  -  Kasseck (43. Petersohn)  -  Stötzner, T.Sölter, Rüffer -  Engwer, Hellmanns (61. Rahn)    //    Trainer:  D.Sölter
SC Auetal:  Breimeier  -  Rauhut, Enzi, Diedler  -  Winkelhake, JF Meyer -  Neermann (78 F.Meyer), Feldmann, Struckmeier  -  Mahmo, Steinsiek (85. Fels)    //    Trainer: Gregor

Schiedsrichter:     Endrik Kording  (TuS Südhorsten)
SR-Assistenten:   Tobias Schlüter  (TuS Lindhorst)  +  Christine Rilling  (SuS Südhorsten)

Tore:    0:1 (28.) Feldmann,  0:2 (34.) Struckmeier,  1:2 (75.) Hoffrichter
Gelbe Karten:   Niedernwöhren:  -   ///   Auetal:  Struckmeier (88./ Foul)
Zuschauer:  93

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. April 2017 um 18:32 Uhr