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Der erhoffte WM-Boom blieb aus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 08. Januar 2015 um 21:37 Uhr

Mädchen-Fußball ist derzeit nicht der große Renner

15Mädchen Durch die erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft hatten sich viele Vereine einen Boom erhofft, vor allem auch im Mädchenfußball - doch der ist wohl ausgeblieben. Das spürte auch der SC Auetal bei den Hallensporttagen. Das C-Juniorinnen-Turnier ist mit nur fünf Teams schwach besetzt gewesen. „Allgemein gibt es wieder weniger Mädchenmannschaften in unserem Kreis und das macht sich selbstverständlich auch bei uns bemerkbar“, stellt Gaby Wedemeier vom SC Auetal fest. Derzeit starten für den SC nur eine C-Juniorinnen-Mannschaft – darin sind fast alle Altersklassen vertreten – und eine Frauenmannschaft bei Punktspielen und Turnieren. Die haben aber eine Menge Spaß und sind sogar erfolgreich.

Elena Kerner ist 13 Jahre alt und spielt seit vier Jahren Fußball im SC, sie war eins der Mädchen, die nach dem „Sommermärchen“ mit dem Sport ums runde Leder begonnen hat. Anna-Marie Sahlfeld hatte damals ihre Freundinnen angesprochen und acht Mädchen aktiviert, Fußball zu spielen. Heute ist sie Kapitän der C-Juniorinnen.

„Mir macht das Fußballspielen Spaß. Dabei kann ich abschalten und mich von der Schule erholen“, erzählt die elfjährige Selina Enzi. „Dabei kann man seine Wut rauslassen. Alles selbstverständlich fair“, sagt Pia Palermo (13). Die C-Juniorinnen sind mehr als eine Mannschaft, sie sind Freundinnen und auch mit ihrer Trainerin, Nadine Gerber, kommen sie gut aus. „Naja, es ist schon nicht einfach mit den Mädchen. Sie sind wie der bekannte Sack Flöhe, denn alle befinden sich in der Pubertät“, stellt die 20-jährige Trainerin schmunzelnd fest.

So langsam bekäme sie die Mädchen aber in den Griff. „Es ist besser geworden. Sie hören auf mich und so habe ich die Möglichkeit, vor Spielen das Aufwärmen Anna-Marie zu überlassen und mich der Torhüterin zu widmen“, erzählt Nadine Gerber. Erst seit dem Sommer trainiert sie die C-Juniorinnen. Sie spielt selbst seit sieben Jahren Fußball und wurde von Gaby Wedemeier aktiviert, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Zweimal pro Woche trainiert sie die Mädchen, begleitet sie am Wochenende zu Punktspielen und Turnieren und auch Freizeitspaß wie Ausflüge und Feste organisiert sie für „ihre“ Mädchen.

„Mir macht das Spaß, und da ich in der Nähe meine Ausbildung absolviere und daher vor Ort bin, kann ich mir die Zeit nehmen“, sagt Nadine Gerber.

„Sie schreiben jetzt aber nicht über dieses Turnier oder?“, fragt Sina Quante (13). „Wir waren nämlich ganz schlecht heute.“

Dabei hat der SC beim eigenen Hallenturnier den dritten Platz belegt, hinter dem VfL Bückeburg und der Spielgemeinschaft Lüdersfeld/Lindhorst/Sachsenhagen - gar nicht so schlecht.

„Wir sind zufrieden mit dem Turnierverlauf. Obwohl selbstverständlich ein besserer Platz möglich gewesen wäre und wir uns auch mehr teilnehmende Mannschaften gewünscht hätten. Aber wir hoffen auf das nächste Jahr“, stellte Gaby Wedemeier fest.

Mädchen jeden Alters, die im SC Fußball spielen möchten, können sich telefonisch unter 01 62-2350164 an Gaby Wedemeier wenden, um die Trainingszeiten und mehr zu erfahren. „Wir brauchen dringend Nachwuchs, denn vor allem einige der kleinen Mädchen, die jetzt in die fünfte Klasse gekommen sind, haben aufgehört“, stellt Gaby Wedemeier fest.

© Schaumburger Zeitung / la

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Januar 2015 um 21:41 Uhr