Interessanter 3:1 Erfolg gegen die Gäste aus der Kreisliga Celle
„Hoppla“, wundert sich die Konkurrenz, „was sind das das für interessante, fremde Mannschaften, gegen die der SC Auetal testet?!“ Tatsächlich haben die Männer von der Aue ein Vorbereitungsprogramm, was hier in Schaumburg seinesgleichen sucht. Prüfen die Clubs der hiesigen Umgebung die Frühform gegen die Teams der Nachbarschaft, die man von vielen Spiele eh schon kennt, reisen „Exoten“ hin zur Obersburg. Vor gut einer Woche der TuS Harenberg (Kreisliga Region Hannover, 3:0), jetzt der TuS Oldau-Ovelgönne (Kreisliga Celle, 3:1), am nächsten Sonntag dann SuS Pivitsheide (Kreisliga Detmold). Natürlich kommt das nicht von ungefähr. Persönliche Kontakte, ein guter Ruf von Mannschaft und vom Trainer sowie die Tatsache, dass ein Besuch des Platzes an der Obersburg mit schmackhaftem vom Grill stets eine Reise wert ist. Ein Mix, der allen Freude macht!
Auch unser sportlicher Bereich gewinnt wichtige Erkenntnisse durch diese Spiele, wobei die Mannschaft nun zusammenwächst. Das Gerüst ist da. Die Leistung aus den letzten beiden Jahren sorgt für Anerkennung, macht Mut für neue Taten. Hinzu kommt ein Schwung von jungen Spielern aus der Altersklasse „um die 20“, die Potenzial mitbringen und wissen, dass sie bei Trainer Thomas Reh in besten Händen für die zukünftige Entwicklung sind.
Dass der TuS Oldau-Ovelgönne die weite Fahrt von 76 Kilometern auf sich nahm, ehrt uns. „Ich kenne Thomas schon seit vielen Jahren“, berichtet Oldaus Trainer Oliver Tietz. „Damals trainierte Thomas Reh bei Hannover 96 die U16. Ich war mit im Umfeld jener Mannschaft. hauptsächlich Betreuer, und wenn der Co-Trainer beruflich ausfiel, nahm ich dessen Aufgaben wahr. Der Kontakt zu Thomas ist nie abgerissen. Bei einem Telefonat erzählte er mir vom SC Auetal. Als ich im Internet dann stöberte und sah, dass dort im Auetal hochwertiger Kreisliga-Fußball geboten wird, war die Entscheidung klar. Wir schnappten uns einen der beiden Vereinsbusse, nahmen ein paar Privatwagen hinzu, und los ging es nach Schaumburg.“

Dabei ist der TuS Oldau-Ovelgönne kein Verein, der aus einer Fusion hervorging. Anders als im Auetal. „In dieser Konstellation gibt es uns bereits seit 1927“, berichtet Trainer Tietz, der selbst in Ovelgönne wohnt. „Es sind zwei Dörfer, direkt nebeneinander, die zur Ortschaft Hambühren zählen. Übrigens gibt’s im Ort noch einen zweiten Verein.“ Tietz selbst stieg mit der Mannschaft 2017 in die Kreisliga auf, gab das Zepter weiter, stieg aber wieder ein, als der vorige Saisonbeginn recht holprig war. „Das Spiel im Auetal hat uns gefallen. Wenn es nach mir geht, kommen wir gerne wieder.“
Auch sportlich war der TuS in vielen Phasen gleichwertig. Stürmer Kai Washausen hatte die erste Chance, fand aber in Schlussmann Marco Großardt seinen Meister (3.). Chancenmäßig ging es rauf und runter, wobei der SCA-Anhang in der 22. Minute bereits den Torschrei auf den Lippen hatte. Aber ein Kopfball von Niclas Brecht ging knapp am Tor vorbei. Dann aber drehten die Männer von der Aue auf. „Ein Freist0ß landete im Strafraum“, erinnerte sich Marc Steinsiek. „Irgendwie ist Nklas Brecht hinterhergesprungen. Ich konnte den Ball mitnehmen und aus der Drehung einschießen.“ 1:0 Marc Steinsiek (29.), die 70 Zuschauer waren glücklich.
Es sollte gar noch besser kommen. Niklas Müller, stets quirlig auf der linken Seite, zog ab. Torwart Malte Ludwig lenkte den Ball über die Latte (32.). Chancenlos war der Oldauer Schlussmann wenig später, als Basti Wagner wieder einen seiner gefährlichen Freistöße in den Strafraum zirkelte. Niklas Brecht stieg am höchsten und köpfte sauber ein: 2:0 (37.). Da in der Vorbereitung fleißig experimentiert wird, hatte Wagner bald seinen Job getan und machte Platz für Julien Erdmann (41.). Der rechtfertigte seine Einwechslung sofort. Erst haute er das Spielgerät an den Pfosten. Doch halt, das darf nicht alles sein! Julian sicherte sich den Abpraller, schoss ein zum 3:0 (42.). Im Eishockey würde man sagen: Tor und auch der Scorerpunkt für Erdmann. Tolle Reaktion und damit Klarheit, wer als Sieger heute den Platz verlassen würde. „Wir hatten eine etwas wackelige Phase vor der Pause“, gestand Gäste Gäste-Trainer Oliver Tietz, „die der SC Auetal ausnutzte.“
Doch die Gäste fanden in die Partie zurück und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Wie so üblich füllten nach dem Seitenwechsel frische Kräfte die Reihen auf, wurde experimentiert und durchgetestet. Jonas Feldkamp hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, was Torwart Marco Großardt allerdings verhinderte (54.). Dennoch gab es bald den Lohn für Oldaus Mühe. Großardt konnte einen Schuss von Kai Washausen noch abwehren. Der Ball landete erneut bei Washausen, der flach links einschoss: 3:1 (56.). Die Gäste mussten also nicht mit leeren Händen heimfahren.
Unser SC Auetal blieb weiter torgefährlich. Julien Erdmann traf den Außenpfosten (58.). Niklas Brecht beförderte eine Flanke artistisch mit dem Hinterkopf in Richtung Tor, doch landete der Ball „nur“ auf der Latte (59.). Auch Philip Dunkley, der in der 2. Halbzeit zurückgezogener agierte, hatte seine Chance. Lukas Herrmann lieferte ein starkes Solo ab, spielte in den Rückraum zu Dunkley, doch dessen Schuss strich Zentimeter am Pfosten vorbei.
Apropos Philip Dunkley, der Torjäger der vorigen Saison ist nicht nur auf dem Platz ein interessanter Mensch. Derzeit laufen ernsthafte Bestrebungen, einen Instagram-Account der 1. Mannschaft aufzubauen, bei dem Dunkley fleißig mitwirkt. Weitere Mitarbeiter auf diesem Sektor sind herzlich willkommen. Zum Spiel ist sonst nichts weiter anzumerken. Außer, dass die Trainer ihre Schlüsse aus der Partie zogen und fleißig weitertesten.
Der Gast aus Oldau-Ovelgönne spielt noch viermal gegen Mannschaften aus seiner Heimat. Am Donnerstag zu Hause gegen den TuS Hermannsburg. Unsere Auetal gibt es Sonntag (30.7., 15 Uhr) wieder an der Obersburg dann zu bestaunen. Wir erwarten SuS Pivitsheide aus der Kreisliga Detmold. Der Kontakt geht auf unseren alten Kämpfer Arndt „Keule“ Struckmeier zurück, der vor fünf Jahren der Liebe wegen Richtung Detmold wechselte und seine Laufbahn in der 2. Mannschaft von SuS Pivitsheide ausklingen ließ. Danke, Keule! Wir wissen, Auetaler vergessen einander nicht.
S t a t i s t i k :
SC Auetal: Marco Großardt – Benedikt Friedrichs 46. Max Golding), Niklas Brecht (61. Jusin Andre), Felix Rauhut (73. Jan Köhler), Marc Steinsiek – Florian Meyer, Nils Sudholt 46. Pascal Hain) – Sebastian Wagner (41. Julien Erdmann) – Tim Neermann, Philip Dunkley, Niklas Müller (65. Marco Hauser) // Trainer: Thomas Reh
TuS Oldau-Ovelgönne: Malte Ludwig – Tyll Werner, Johann Zindel (81. Justin Werner), Luca Klindtworth, Jannik Gert – Oliver Klanz (61. Robin Meyer), Gerard Kohsen, Dennis Vaupel – Jonas Feldkamp (73. Maurice Flatt), Kai Washausen, Niklas Anklam (46. Marvin Obst) // Trainer: Oliver Tietz
Schiedsrichter: Ralf Krömer (FC Hevesen)
SR-Assistenten: Finjas Rathert (SV Obernkirchen) + Tobias Meister (TSV Hespe)
Tore: 1:0 (29.) Marc Steinsiek, 2:0 (37.) Niklas Brecht, 3:0 (42.) Julien Erdmann, 3:1 (56.) Kai Washausen
Gelbe Karten:
Auetal: Sebastian Wagner (37./Freistoßverzögerung) // Oldau-Ovelgönne: Luca Klindworth (55./Foul)
Zuschauer: 70


