Souveränes Weiterkommen im Kreispokal

5:1 in Pollhagen dank starker Leistung in der 2. Halbzeit

DSC0816aNachbetrachtung zum Pokalspiel unseres SC Auetal in Pollhagen. Mensch, waren das früher für geile Spiele! Wir erinnern uns an 2017, als die FSG der Gegner im Finale war. Alle rechneten mit dem Elfmeterschießen. Dann machte ein Pollhäger sein „Tor des Lebens“. Schoss die FSG mit 2:1 in Front, und dass noch in der Schlussminute! Ein Jahr später „rächten“ wir uns in der Liga. Sowohl der SCA wie auch die FSG mischten in der Kreisliga vorn mit. Unser Auswärtsspiel fand diesmal in Lauenhagen statt. Im Auetaler Trikot steckte Christopher Klemme. Der studierte „irgendwo weit weg“, lief auf mit Zweitspielrecht. Heute ist Christopher Pastor in Kirchtimke, nördlich von Bremen. Damals war er völlig unbekannt in FSG-Kreisen, wirbelte im Sturm, half mit, dass wir den Gegner mit 5:0 vom Spielfeld schossen. Warum wir dies ausführlich schreiben? Diesmal gewannen wir mit 5:1 Den Spielbericht kennen Sie gewiss. Ist nachzulesen bei www.shg-sport.de (mit vielen Fotos) und www.rinteln-sport.de

Fragen wir einen Sportfreund, der die wenigsten Meter in diesem Spiel zurücklegte: Torhüter Marco Großardt. Wie sah er dieses Spiel? „Zuerst möchte ich zurückblicken. Vorigen Sonntag gab es einen Sieg in Niedernwöhren. Aber es war ein Spiel, was nicht den Auetaler Ansprüchen entsprach. In der Kabine folgte ein deftiger Einlauf. Natürlich haben wir uns als Mannschaft jetzt nun eine bessere Leistung vorgenommen, die mehr nach unfallfreiem Fußball aussieht. In der 1. Halbzeit ist uns das noch nicht so sehr gelungen. Auch es nach hinten relativ stabil aussah. Das 1:0 fiel quasi aus dem Nichts. Hatte sich nicht groß angekündigt. Wir versäumten es, den Fuß auf dem Gaspedal zu lassen und aufs zweite Tor zu gehen“, so unser Torwart.

1000084729-2„Die 2. Halbzeit lief natürlich besser. Bei einer klassentieferen Mannschaft erlebt man oft, dass sie ein paar Minuten unsortiert ist, wenn ein Gegentor fällt. Das zehrt an der Motivation der Truppe und gab uns die Chance, schnell nachzulegen. Spielerisch wurde es bei uns nun deutlich besser. Der Ball lief über schöne Stafetten. Speziell die rechte Seite mit Justin Andre und Pascal Hain gefiel mir gut. Blicken wir eben aufs Gegentor. Einen durchgestecken Ball konnten wir nicht ablaufen. Sebastian Mustafa stand im eins gegen eins vor mir. Ich halte den ersten Abschluss. Hatte das Pech, der er Mustafa genau wieder vor die Füße fiel. Wir sind mir mehreren Feldspielern im Tor. Felix Rauhut hätte die Chance gehabt, den Ball mit der Hand abzuwehren. Hat sich glücklicherweise dagegen entschieden. Eine Rote Karte hätten wir sicher nicht gebraucht. Doch so fällt nun mal ein Gegentor. Aber es war die einzige große Chance des Gegners, die wir zugelassen haben.“

Zu guter Letzt einige persönliche Gedanken des Berichteschreibers. Früher war Pollhagen irgendwie … naja, ich will nicht sagen ‚verhasst“, doch weniger gemocht. Heute habe ich große Sympathie für die FSG. Mittlerweile spielt sie eine Klasse tiefer. Erwartet einen Platz im gehobenen Mittelfeld. „Zu mehr wird es nicht reichen“, meinte Allround-Aktivist Bernd Hillmann. Spartenleiter und derzeit Interimstrainer. Drei Vereine speisten diesen Club: SV Nordsehl (zeitweilig am klassenhöchsten), ASC Pollhagen und Fortuna Lauenhagen. Man wollte hoch hinaus. Schweißte alles zusammen zu einem eigenständigen Verein Richtung Bezirksliga. Statt „Fußball-Spielgemeinschaft“ nennt sich die FSG nun  „Freizeitsportgemeinschaft“. Aber der Fußball-Weg nach oben klappte nicht.

DSCF1668-2Schlagen wir den Bogen zum SC Auetal. Fußballerisch stammen wir gleichfalls aus drei Bereichen: TuS Rehren A/O, TSV Kathrinhagen und kürzlich die kalte Übernahme des Fußball-„Restpostens“ vom SV Hattendorf. Der SC setzt auf Spieler aus den Dörfern. Von auswärts kommt so gut wie keiner. Es geht auch niemand weg! Aber was ist, wenn die goldene Generation „um die Dreißig“ (plus/minus fünf Jahre) die Fußballschuhe an den Nagel hängt? Ist teilweise ja schon geschehen. Reicht es dann immer noch zu einem Spitzenplatz der Kreisliga? Oder kann es ganz böse enden wie bei der Freizeitsportgemeinschaft? Gewiss, die kicken auch 90 Minuten. Haben vielleicht auch ihren Spaß daran. Doch die hohe Fußballkunst in Schaumburg findet andernorts statt. Es gilt, mit Ehrgeiz, hartem Training und Weitsicht ein „Pollhagen 2.0“ der Zukunft zu verhindern.

Marcel Diedler sieht die Angelegenheit etwas differenzierter. „Nun ja, auch mit der ‚Goldenen Generation‘ sind wir nicht aufgestiegen. Landeten immer zwischen den Plätzen 2 bis 5. Aber im Gegensatz zu anderen Vereinen ist uns der Umbruch gelungen. In unserem Kader stehen mittlerweile viele junge Spieler, die Potenzial besitzen. Ich glaube nicht, dass wir in gleicher Weise abstürzen.“

S t a t i s t i k :

 

FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen – SC Auetal  1:5  (0:1)

Kreispokal Schaumburg 2023/24,  2. Runde,  Sportplatz Pollhagen

FSG:  Simon Hegerhorst – Steffen Asche, Collin Führing – Jonas Wahlmann (74. Jannes Bruns), Mustaf Mustafa – Jody Kopystka, Kevin Kahlert (89. Oliver „Bene Büchner“ Kahlert), Lauris Führing, Maik Höhle – Justus Herold (45. Sebastian Mustafa), Torben Dollweber / Trainer: Bernd Hillmann

SCA:  Marco Großardt – Justin Andre (58. Max Golding), Niklas Brecht, Felix Rauhut, Marc Steinsiek – Florian Meyer, Philip Dunkley – Sebastian Wagner – Julien Erdmann (76. Jan Köhler), Pascal Hain (72. Lukas Herrmann), Niklas Müller (72. Nils Sudholt) / Trainer: Thomas Reh

Schiedsrichter:  Dennis Remus (MTV Rehren A/R)

SR-Assistenten:  Timon Hösl (JFV Nenndorf 2011 ) + Paul Schulze (SV Victoria Sachsenhagen)

Tore:  1:0 Pascal Hain (36.), 2:0 Sebastian Wagner (48./Foulelfmeter), 3:0 Philip Dunkley (49.), 3:1 Sebastian Mustafa (62.), 4:1 Julien Erdmann (73.), 5:1 Marc Steinsiek (90.+1)

Gelbe Karten:  FSG: Wahlmann (43./Foul), K. Kahlert (59./Foul), O. Kahlert (90.+3/Foul)  //  SCA: keine

Zuschauer:  104

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