Samstag, 21 Apr 2018
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Kampflos 5:0 … die Aufstiegsrunde zur Bezirksliga ist sicher PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 17. Mai 2017 um 13:19 Uhr

Rodenberg sagt ab  -  unsere Spieler wäre gerne angetreten

170514 Spontanfeier015:0 gewonnen, die Aufstiegsrunde zur Bezirksliga erreicht … und dennoch sieht man beim SC Auetal nur traurige Gesichter. Nanu, gibt’s so was? Leider ja, denn Freitagabend erreichte uns die Nachricht, dass unser Spiel in Rodenberg ausfällt. Die SGR hat keine Mannschaft, sieht sich nicht spielfähig und verzichtet. Sie kennen dies gewiss als Fachmann in der Fußballszene. In solchen Fällen wird ein Spiel kampflos mit 5:0 für den Gegner gewertet. Ein Sieg mit fadem Beigeschmack, den alle anders gern errungen hätten.

„Wir wären gerne angetreten“, hört man von jedem Auetaler Spieler, den man fragt. Unsere Mannschaft spielt derzeit prächtig auf  -  sieht man vom 1:4 Aussetzer in Lauenau mal ab. Mit diktatorischer Wahrscheinlichkeit von 99,9% hätten wir die Partie gewonnen. Vermutlich sogar hoch. Und nun? Tatenlos die Resultate der anderen Mannschaften verfolgen und innerlich den Ärger runterschlucken, dass unsere Fußballschuhe am Nagel hängen bleiben.

170514 Spontanfeier02„Als ich vom Spielausfall in Rodenberg erfuhr“, so Trainer Marco Gregor, „habe ich sofort eine Nachricht an Lars Glashagen geschickt.“. Lars ist Trainer von Victoria Lauenau, die uns als Drittplatzierter theoretisch noch hätten abfangen können. Dies geht nach diesem Grünen-Tisch-Erfolg auch rechnerisch nicht mehr. „Ich habe mich bei Lars entschuldigt. Uns berührt dieser Sieg unangenehm. Wir hätten liebend gern gespielt.“

„Auch ich habe mich geärgert“, meint Marc Steinsiek, einer der Stürmer unserer Mannschaft. Marc hatte im Spiel zuvor seine 5. gelbe Karte gesehen, muss eine Partie nun zuschauen. „Als Konsequenz wäre ich in Rodenberg als Fan dabei gewesen. Jetzt muss ich eine Woche zusätzlich aussetzen, darf auch bei unserem letzten Ligaspiel in Rehren A/R nicht ran.“

Frustration macht erfinderisch. So hatte Marc Steinsiek die geniale Idee, den Tag mit einer kameradschaftsfördernden Maßnahme dann zu bestreiten. Quasi eine Art „Vatertagsausflug“. Um 12.30 Uhr traf man sich am Sonntagmittag bei Freddy Meyer und wanderte gemütlich nach Steinbergen. Die Strecke dauerte 40 Minuten, wobei an manchen Punkten das Schritttempo verlangsamt wurde, um den Getränkevorrat anzugreifen.170514 Spontanfeier03

Nicht schlecht staunten Steinbergens Zuschauer, die die Partie des TSV gegen Schwarz-Weiß Enzen sahen, dass sich zu ihnen plötzlich viele Jungs in roter Auetaler Kluft gesellten. „Wieviel habt ihr Rodenberg gezahlt, dass die das Spiel absagen?“ frotzelte einer der Besucher. Das fanden unsere Spieler gar nicht lustig. Der Zwischenrufer hat wahrscheinlich nur im Rahmen seiner Möglichkeiten (zu) kurz gedacht. Aber auch wir sind stark verstimmt über derartige Gedanken. Bei Rassismus, sexueller Diskriminierung und Bestechung hört jeglicher Spaß auf !!!

Das Spiel war langweilig. Enzen führte irgendwann mit 4:0. Zwar traf Steinbergen noch zweimal zum 4:2 Endstand. Aber dass Schwarz-Weiß Enzen die Tabellenführung noch mal abgeben würde, glaub(t)en selbst Phantasten im Aueland nicht. Zwei Spieltage hat die Kreisliga noch vor sich (am letzten Spieltag sind wir spielfrei). Doch dürfen sich Fabian Stapel und die Enzer Mannschaft bereits der Glückwünsche bewusst sein. Sie haben es verdient. Gegen uns, den Zweiten, mit 1:0 gewonnen und in der Rückrunde dann 0:0 gespielt. Wir wollen ehrlich eingestehen: Die Enzer waren einen Tick besser und werden verdient Kreisliga-Meister. Einen dicken Glückwunsch hierzu!

170514 Spontanfeier04Nach dem Steinbergen-Besuch ging es für unsere Mannschaft nach Kathrinhagen. Außenstehenden sei gesagt, der SC Auetal (ein Fusionsverein, ihn gibt’s seit 2008) verfügt aus der Historie heraus über drei Sportplätze und zwei Vereinsheime. Wirt Herbert von der „Sektion Kathrinhagen“ machte spontan weit alle Türen auf. Der Grill wurde angeworfen, das Bierfass angestochen … und wann die Letzten nach Hause gingen, das wissen wir nicht mehr. Der Blick war zu verschwommen, als dass die Uhr noch hätte wahrgenommen werden können.

Höhepunkt des Kathrinhagen-Events war sicherlich das Elfmeter-Schießen zwischen Trainer Marco Gregor und Torhüter Niklas Dohm. Beide boten eine starke Leistung, so dass die Verlängerung herhalten musste. Wer gewonnen hat? Egal.

Natürlich ging der Blick aufs Kreispokal-Finale und auf die Relegationsspiele. Zum Endspiel in Wiedensahl setzt unser SC Auetal einen Bus ein. In Mannschaftskreisen wurde schon gemutmaßt, EIN Bus reiche nicht aus. Vielleicht machen sich sogar ZWEI auf die Reise? Sie, liebe Leser, haben die Möglichkeit, für faire 5 Euro hier mitzufahren. Erregte Spannung auf der Hinfahrt ist garantiert, und wie die Rückfahrt läuft, das wissen wir erst nach 90 Minuten bzw. nach Elfmeterschießen. Niklas Dohm hat ja bereits geübt.170514 Spontanfeier05

Auch bei der Aufstiegsrunde sind die Vorzeichen deutlicher geworden. VfL Bückeburg II, FC Stadthagen und SV Obernkirchen haben sich gerettet (Glückwünsche in alle Richtungen); der SC Rinteln hat (leider) nur noch theoretische Möglichkeiten bei äußerst schwerem Restprogramm.

Gehen wir von den Wahrscheinlichkeiten aus, spielt unser SC Auetal gegen den VfL Nordstemmen (westlich von Hildesheim, 52km Entfernung) und SV Uetze 08 (hinter Hannover Richtung Wolfsburg, 81km Entfernung). Die Paarungen stehen noch NICHT fest, wie Spartenleiter Volker Müller bestätigte. „Sobald ich etwas weiß, fließt die Information auf unsere Internetseite“, so Volker.

Unsere Chancen? Keine Ahnung, die Gegner können auch Fußball spielen. Davon überzeugten sich einige Auetaler vorigen Sonntag, als sie das Nordstemmer Spiel in Obernkirchen verfolgten (3:3). Besondere Beachtung fand bei den Gästen der Rechtaußen Abdulmalik Abdul (Nr. 19), der nicht zu übersehen ist. Antrittsschnell flitzt er davon und ist für unsere Abwehr sicher eine interessante Herausforderungen.

170514 Spontanfeier06In der Gruppe „Hannover Land 1“, aus der der erste Gegner kommt, hat Uetze 08 die besten Chancen. Die Uetzer siegten beim Letzten Hertha Otze ungefährdet 5:0 (Mensch, was für Namen: Uetze, Otze, was für ein Gemotze) und überholten damit Lehrte 06. Auch in dieser Gruppe stehen noch zwei Spieltage an. Da sowohl Uetze wie auch Lehrte gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld noch spielen, für die um nichts mehr geht, setzen wir Siege in allen Fällen voraus, so dass sich die Tabelle nicht mehr ändert.

SC Auetal (das ist sicher), VfL Nordstemmen und SV Uetze 08 … so lauten die Namen der Kontrahenten in der Aufstiegsrunde. Das erste Spiel ist leider schon zwei Tage (7.6.) nach unserem Pokalfinale. Zu kurz, um zu verschnaufen? Egal, wir nehmen alles, wie es kommt und hoffen stark auf den Erfolg.

 

 

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 17. Mai 2017 um 13:28 Uhr