Samstag, 20 Jan 2018
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Finale ohoo, Finale, oohohooo !!! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 13. Mai 2017 um 13:08 Uhr

Frage an die Auetaler Uralt-Fans: Wann stand ein Auetaler Club zuletzt im Kreispokal-Finale?

170510 SVE-SCA01Als wir vor zwei Monaten ins Halbfinale vorstießen, hatte mancher Fan des SC Auetal ein mulmiges Gefühl. Viele Verletzte, der dicht gesteckte Spielplan in der Liga, dazu ein schwerer Gegner für das Halbfinale. Kann das gut gehen? Jawohl, es ging! In der Liga hat der SCA (fast) alles weggehauen … und auch im Halbfinale zeigte sich unsere Mannschaft von der besten Seite.

Erwartet wurde ein Spiel auf Augenhöhe, denn in der Kreisliga (2:2 und 1:1) gab es keinen Sieger. Zudem hatten alle Akteure mit der tief stehenden Sonne zu kämpfen. Apropos Sonne! Die hüllte unsere Auetaler Spieler in einen leuchtenden Glorien-Schein, warf tiefe Schatten auf den SV Engern. Und das Ergebnis? Wir siegten deutlich 3:0 und durften uns dem Freudentaumel hingeben. Finale ohoo, Finale, ohohooo. Gibt’s schöneres? Klar, denn dort lockt die nächste Herausforderung.

170510 SVE-SCA05Vor dem Spiel mussten beide Trainer Ausfälle verkraften. Beim Gastgeber fehlten der rot-gesperrte Dennis Rinne. Ein Trauerfall verhinderte den Einsatz von Oliver Watermann. Marco Gregor musste auf ‚Major‘ Meyer verzichten (Urlaub), sonst ‚Mister Zuverlässig‘ und als einziger in allen Pflichtspielen bisher dabei. Alex Enzi plagen gesundheitliche Probleme; er sah mit kreideweißen Gesicht zu. Tim Neermann ist ja schon seit zehn Tagen auf Kanada-Urlaub.

Aber Sie wissen, liebe Leser, der SCA hat Freunde in der Fremde. Auf unsere Göttinger Jungs ist Verlass. Cedric Bussmann und Christoffer Klemme kamen zu dieser wichtigen Begegnung angereist. „Da hat der Treichel unsere beiden Wunderspieler ja erleben können“, unterhielten Janni Franke und ‚Keule Struckmeier sich nach Spielende. Stimmt, Michael Treichel, Trainer des Endspiel-Gegners, wurde mit einigen seiner Jungs unter den Zuschauern gesichtet.

170510 SVE-SCA08Zu den Zuschauern: Bei unseren jüngsten Auetal-Spielen hatten wir zuletzt verdächtig oft Engern-Leute gesehen. Wilhelm Sieker und viele seiner Spieler verfolgten unsere Partien. Es kam der Eindruck auf, in Engern würde bald ein SCA-Fanclub entstehen. Frei nach dem Motte „Fanclub DIE GÄNSE - wir schnattern Auetal zum Erfolg“. Nein, stimmt nicht. Es war die übliche gegnerische Beobachtung. Geholfen hat es wenig.

Eine wichtige Entscheidung fiel vor dem Anpfiff. Tobi Feldmann gewann die Seitenwahl, blickte zum Himmel und liess den SV Engern in der 1. Halbzeit gegen die tief stehende Sonne gucken. In der 2. Halbzeit setzte Dämmerung ein, war das Problem für unsere Auetaler Abwehr ausgestanden. Engerns Torwart Freddy Meier zu den Lichtverhältnissen: „Die grelle Sonne war bei den Toren nicht das Problem, wohl aber bei den Freistössen von Tobi Feldmann. Bei den Toren haben wir geschlafen. Beim ersten war Klemme frei. Beim zweiten trifft Bussi den Ball optimal und hebt ihn über mich.“

Immer selbst schreiben ist langweilig. Hören wir bei zwei Akteuren aus der Offensive nach, wie sie dies Spiel gesehen haben. Bei Sebastian Wagner und Tobias Feldmann.170510 SVE-SCA09

SEBASTIAN WAGNER:  „Ja wo kann ich anfangen? In der Mannschaftsbesprechung hat Marco Gregor uns alle gefragt: "Wieso wollt ihr ins Finale und wie schaffen wir das heute gegen Engern?“. Jeder Spieler sollte seine Antwort abgeben. Ich würde sagen 80-90 % haben gesagt, dass es heute nur über Kampf und Leidenschaft geht. Wir sollten diese tolle Saison einfach mit einem oder zwei Titeln beenden.

Wir alle haben Engern stärker eingeschätzt. Engern gilt als Pokalmannschaft und ist in diesem Wettbewerb eine Macht. Unser SC Auetal hat Mittwoch sehr stark begonnen, ist schnell verdient in Führung gegangen. Das war für uns sehr wichtig.

170510 SVE-SCA11Nach dem 2:0 war klar, dass es für Engern schwer wird. Wir haben meiner Meinung nach sehr gut gestanden. Feldmann hat auf der ‚6er-Position‘ alles abgeräumt was kam! Meiner Meinung nach war das 3:0 am schönsten herausgespielt. Es begann mit einer Doppelpass-Stafette mit mir und Klemme. Christoffer legt den Ball quer auf Samer, der ohne Mühe das Tor macht.

Der Deckel war drauf. Wir konnten es ruhig runter spielen. Für alle Spieler war es gestern ein besonderer Abend. Klar, dass wir lange noch in der Kabine lautstark gefeiert haben, und zwar zurecht !!!  Es war einfach der HAMMMER !!!  Wir waren alle heiß auf das Finale ! Jetzt haben wir es geschafft und sind super glücklich.

Ich habe gestern nach langer Zeit wieder im rechten Mittelfeld gespielt. Marco bin ich für jede einzelne Minute dankbar, die er mich spielen lässt, Ich spüre das Vertrauen das er mir schenkt und möchte es in gute Leistung umsetzen. Dies gelingt momentan noch nicht zu 100%, weil mir einfach die Spielpraxis und die Kondition fehlen.

Marco Gregor hat gestern sehr offensiv aufgestellt, Mit Marc Steinsiek über links, mit mir über rechts und Cedric Bussmann auf der ‚10er-Position‘. Chris Klemme und Samer vorne drinne sind schon eine Klasse für sich. Es war der Dosenöffner, weil wir Engern in der Anfangsphase unter Druck gesetzt haben und somit schnelle Konter möglich waren.170510 SVE-SCA13

Zum Schluss noch: Marco sagte, er hat mit Algesdorf vor zwei Jahren den Kreispokal gewonnen und ist einige Spielzeiten früher über die Relegation in den Bezirk aufgestiegen. Warum nicht auch mit euch! Wir wollen es unbedingt  und sind heiß wie Frittenfett auf unsere nächsten Spiele.“

TOBIAS FELDMANN:  „Wir waren wie immer extrem motiviert ins Spiel gegangen. Steigernd war, dass jeder Spieler im Rahmen der Vorbesprechung zu Wort kam. Ich müsste nun das wiederholen, was Basti Wagner gesagt hat. Tenor war: Kreispokal-Sieger ist noch keine Herrenmannschaft des SC Auetal geworden. ‚Leidenschaft‘ und ‚Kampf‘ war in der Besprechung die am häufigsten benutzte Antwort.

Warum wir ins Finale kommen sollten? Es ist uns klar, dass wir ein super Team sind und uns für unsere bisherige Saison belohnen wollen. Genauso sind wir dann auch aufgetreten. Mit Selbstvertrauen, Kampf, Leidenschaft und dem Willen in die letzte Runde einzuziehen. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

170510 SVE-SCA16Ich würde meine Leistung persönlich nicht hervorheben, Das war eine tolle Teamleistung von allen! Aber ich denke schon, dass ich viele gute Wege und Spielaktionen hatte. Der Spielverlauf gab uns natürlich auch einen zusätzlichen Aufwind. Geht man in Engern in Führung, ist es immer einfacher zu spielen.

Eine Anekdote habe ich: Ich habe in meiner Kindheit in  Engern oftmals am Wochenende oder in den Ferien meine Freizeit genutzt und bin zu meinen Großeltern gefahren. Die wohnten in der Nähe des Engern-Sportplatzes. Mittlerweile lebt nur noch meine Oma, mein Opa ist verstorben.

Dort habe ich mit Kai Moch, der im Pokalspiel Kapitän beim SV Engern war, und weiteren zusammen auf dem Bolzplatz den Ball rollen lassen. Das war Gesprächsthema mit ihm beim Einlaufen. Dies macht die heutige Jugend leider kaum noch, war unsere Feststellung. Rückwirkend betrachtet war das eine sehr wertvolle Zeit.“

Nett, die Schilderung der beiden Spieler. Zwei Dinge seien zum Spielverlauf noch angemerkt. In der 38.min gab es Aufregung, als Marc Steinsiek dicht hinter der Strafraumlinie gefoult wurde. Schiedsrichter Lennard Braun verlegte den Tatort nach ausserhalb. Also kein Elfmeter. Die Auetaler Wechselbank, mit Adleraugen ausgestattet, heulte vor Protest. Der Freistoss brachte dann nichts ein, ging in die Mauer.

In der 70.min wurde Alex Enzi eingewechselt. So steht es in den offiziellen Unterlagen, nachzulesen bei www.fussball.de. Doch hoppla, Enzi war gesundheitlich angeschlagen, blieb weiter auf der Bank. Der eingewechselte Akteur war Caius Fels!!! So etwas sollte man als Spielleiter schon merken. Wahrscheinlich konnten die Schiris nach Spielende ihre eigenen Notizen selbst nicht lesen ..... 170510 SVE-SCA20

Engerns Trainer Wilhelm Sieker zeigte sich als fairer Sportsmann. Eine Minute vor Spielende ging er auf Marco Gregor zu und gratulierte. Nach dem Schlusspfiff versammelte sich die Engern-Mannschaft auf dem Platz. Wilhelm Sieker schilderte den Spielern seine Sicht der Dinge und meinte angesichts der Auetaler Leistung: „Die waren nicht überragend. Wir waren zu schlecht. Bei uns folgen zwei gute und schlechte Spiele im Wechsel. Heute war ein schlechtes. Das müssen wir so akzeptieren. Aber die Welt geht nicht unter. Wir werden die nächsten drei Spiele vernünftig über die Bühne bringen. Jetzt trinken wir ein schönes Bier und freuen uns, dass wir im Halbfinale waren.“ 

Das letzte Wort hat Engerns Torwart Frederik Meier, ein Mann mit Auetaler Langzeit-Vergangenheit, der auch im nächsten Jahr den SVE-Kasten hütet. „Auetal hat souverän gewonnen. Da hat Marco Gregor wohl ein paar Gänseblümchen mehr in seinen Zaubertrank gelegt.“

 

170510 SVE-SCA21S t a t i s t i k :

SV Engern  -  SC Auetal    0 : 3    ( 0 : 2 )    Kreispokal-Halbfinale
Auetal:  Dohm  -  Rauhut, Diedler, Winkelhake  -  Feldmann, Adsiz  -  Wagner (75. Schaper), Bussmann (53. Struckmeier), M.Steinsiek  -  Klemme, Mahmo (70. Fels)    //    Trainer:  Gregor
Engern:  Meyer  -  N.Kirasic (56. Brückner), Moch (69. Chwalek), Albrecht, I.Kirasic  -  Scheermann  -  Eckel, Cimino, Deisner  -  S.Steinsiek (66. Könner), Stapel    //    Trainer:  Sieker

Schiedsrichter:  Lennard Braun  (SV Liekwegen)
SR-Assistenten:  Ralf Krömer  (FC Hevesen)   +  David Kolata  (TSV Liekwegen)
Tore:  0:1 ( 4.) Klemme, 0:2 (35.) Bussmann,  0:3 (63.) Mahmo

Gelbe Karten:
Engern:  N.Kirasic (56./ Foul),  I.Kirasic (67./ Foul),  Scheermann (85./ Foul)
Auetal:  Mahmo (12./ Reklamieren),  Struckmeier (90./ Foul)
Zuschauer:   222

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. Mai 2017 um 15:31 Uhr