Dienstag, 23 Jan 2018
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Glanzlos, aber erfolgreich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 21. März 2017 um 17:32 Uhr

Vorbericht zum Spiel ===>>> PDF-Icon


Souveräner Heimsieg auf der „Kathrinhäger Siegeswiese“

170319 SCA-Lüd1Sorgenvolle Mienen sieht man diese Tage in den Gesichtern der Platzverantwortlichen. Ihr Blick geht in zwei Richtungen: zum Himmel, ob die Regenwolken zunehmen; zum Boden, wo die Schuhabdrücke Spuren im morastigen Boden hinterlassen. Kann gespielt werden? Letzten Sonntag fiel die Hälfte der Kreisliga-Spiele aus. Der SC Auetal machte hingegen einen klugen Schachzug, wich auf den Sportplatz nach Kathrinhagen aus. Die Rechnung ging auf: Spiel abhaken, 5:0 gewonnen, freuen … und auf die nächsten Aufgaben konzentrieren.

Die Lüdersfelder Gäste mussten sich erst einmal auf die Platzsituation in Kathrinhagen einstellen. Beim Aufwärmen ging ein Schuss übers Tor. Nicht ungewöhnlich, doch landete der Ball im Wipfel eines Baumes, der den Parkplatz säumt. Anfangs etwas ratlos, später affengewandt lösten zwei Spieler das Problem und holten sich den Ball zurück. Die Aufgabe war einfacher als später auf dem Platz. Dort hatte Lüdersfeld keine Chance und unterlag mit 0:5.

170319 SCA-Lüd2Nach 14 Minuten durfte der Auetaler Anhang erstmals jubeln. Ecke Feldmann, Kopfball Marc Steinsiek = 1:0. Das Spiel nahm den erhofften Werdegang. In der Folgezeit boten sich zwei dicke Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen. Mark Steinsiek wird steil geschickt (19.min), Torwart Bjarne Krause kommt aus dem Kasten und erwischt den Ball gerade noch rechtzeitig. Zehn Minuten später die gleiche Szene: Steilpass diesmal auf Samer Mahmo (29.min), der Torwart klärt mit dem Fuß. Hiervon gibt es sogar ein Foto.

Dass fahrlässig mit den Chancen umgegangen wurde, ärgerte unseren Sportlichen Leiter Jens Kästel. „Wir vergeben 1000%ige-Chancen, so etwas kann sich rächen. Da macht der Gegner aus irgendeiner Situation ein Tor, und schon ist das Spiel wieder offen. Wir müssen giftiger sein!“

Kästels Sorge war unbegründet. Wie sich im Laufe der Partie herausstellte, war Lüdersfelds Angriff harmlos. Die Tabelle lügt nicht. Beim Tabellendreizehnten (Lüdersfeld) stehen 13 geschossene Treffer auf der Liste … aus 16 Spielen. Der Wert ist mager, und so verwundert nicht, dass Lüdersfeld sich Abstiegssorgen machen muss.

Zur Pause stand der Sieger fest.  41. Minute: Abschlag Torwart Niklas Dohm auf die rechte Seite, Pass zum freistehenden Samer Mahmo. Der trifft aus elf Metern zum 2:0. Lüdersfelds Schlussmann Bjarne Krause schimpft angesichts der Ausweglosigkeit. „Unsere Leute bleiben alle vorne stehen.“170319 SCA-Lüd3

In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit sah Lüdersfelds Torwart nicht gut aus. Tobias Feldmann bietet sich die Freistoß-Chance aus 22m. Der Ball geht durch die Mauer, Torwart Krause lässt nach vorne abklatschen. Alexander Enzi ist zur Stelle und staubt ab (45.+1 min). Enzis zeigt, dass er bei der Vollstreckung ein Meister unterschiedlicher Entfernungen ist. In Pollhagen waren es 35m, zu Hause gegen Lüdersfeld dann Nahdistanz. Egal wie weit, drin ist das Ding und ab zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel schraubte Auetal das Spiel einen Gang zurück. Sie kennen unser Restprogramm, liebe Sportfreunde. Lauter englische Wochen, Sonntag - Dienstag - Freitag - Dienstag und so weiter. Da gilt es Kräfte schonen. Dass diese Partie noch mal eng werden könnte, daran glaubte niemand mehr.

In der 54. Minute pfiff Schiedsrichter Wieggrebe Handelfmeter für den SCA. Lüdersfelds Mustafa Xhosha hatte den Ball aus zwei Metern an den Arm bekommen. Die Ausführung übernahm Torjäger Samer Mahmo. Wie es sich für einen ‚Goalgetter‘ gehört, zappelte das Ding unhaltbar im Netz und es stand 4:0.

Es folgen zwei weitere große Chancen für Auetal Bei einer Hereingabe von Feldmann (67.min) wird ein Ebeling-Schuss abgeblockt, fünf Minuten später rutscht Tobias Feldmann selbst beim Schussversuch weg. In beiden Fällen war das Tor nahezu leer. Die Auetaler Spieler gingen fahrlässig mit ihren Chancen um.

Dennoch rappelte es noch mal im Gäste-Kasten. Henrik Ebeling machte es artistisch, wurde vor dem Tor angespielt, läßt den Ball von einem auf den anderen Fuß tanzen, geht damit am Torwart vorbei und schiebt ins leere Netz (78.min). 5:0 - der Endstand war perfekt.

Der SC Auetal spielte nun ökonomisch kräfteschonend, so dass auch Lüdersfeld zu Chancen kam. Torwart Niklas Dohm war 80 Minuten lang nahezu beschäftigungslos. „Mir wurde langsam kalt“, meinte der 19-jährige Schlussmann hinterher. Doch dann musste er hellwach sein, denn Lüdersfeld boten sich vier Chancen. Erst schließt Köpper (oder war es eine missglückte Flanke?)  von linksaußen aufs Tor. Der Ball senkt sich gefährlich aufs lange Eck und wird von Dohm über die Latte gelenkt (80.min). In der gleichen Minute hält Dohm noch einen Ademi-Kopfball.

170319 SCA-Lüd4Auch zwei Minuten später ist unser Torwart auf der Höhe, lässt sich bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze nicht überwinden (82.min). Wenig später köpft Lüdersfeld Torjäger Bujar Ademi (schoss 62% der bisherigen Lüdersfelder Tore) auf den Kasten. Dohms magischer Blick lenkt das Ding am Tor vorbei.

5:0 gewonnen, was will man mehr? Nach Spielende waren die Ansichten unterschiedlich. Manche Zuschauer hatten einen höheren Sieg erwartet. Das wäre den Lüdersfeldern gegenüber wohl ungerecht gewesen, die aufopferungsvoll kämpften  und sich als sympathisch fairer Gegner erwiesen. Ein Ehrentor blieb ihnen verwehrt, doch Lüdersfeld weiß, dass für sie die Spiele gegen Mannschaften des unteren Tabellendrittels wichtiger sind.

Trainer Marco Gregor bemerkt in seinem Fazit: „Ich war mit unserer Leistung nicht einverstanden. Trotz des hohen Sieges sind wir sehr fahrlässig mit unseren Torchancen umgegangen. Noch mehr aber hat mich die laxe Einstellung einiger Spieler verärgert. So was wird sich gegen stärkere Gegner rächen.“ Kann sein. Der Gegner für das nächste Spiel heißt SV Victoria Sachsenhagen. Da deren Spiel abgesagt wurde, nutzte Sachsenhagens Trainer Torsten Menzer die Gelegenheit zur Spielbeobachtung. Welche Schlüsse er wohl gezogen hat?170319 SCA-Lüd5

PS: Ein dickes Lob gilt Boris Ocker (II. Mannschaft) und Lukas-Michael Herrmann (A-Jugend). Beide halfen angesichts der schwierigen Personalsituation aus und machten ihre Sache ausgezeichnet.

 

S t a t i s t i k :

SC Auetal:  Dohm  -  Rauhut, Enzi, Struckmeier  -  Winkelhake, J.F.Meyer (59. Ocker)  -  Fels, Feldmann, Ebeling  -  Mahmo (69. Herrmann), Steinsiek (85. F.Meyer)    ///    Trainer:  Gregor
TuS Lüdersfeld:  B.Krause  -  Khalaf (59. Windheim), Xhosha, Jürgensen (46. Stangneth), M.Krause  -  Marraffino  -  Hainke, Fahlbusch, Köpper, Hartmann  -  Ademi    ///    Trainer:  Jürgensen

Schiedsrichter:  Tim Wieggrebe  (TSV Algesdorf)
SR-Assistenten:  Thorben Busch (Beckedorfer SV),  Friedhelm Springinsguth  (TSV Algesdorf)

Tore:  1:0 (14.) Steinsiek,  2:0 (41.) Mahmo,  3:0 (45.+1) Enzi,  4:0 (54.) Mahmo  (Handelfmeter),  5:0 (78.) Ebeling
Gelbe Karten:   Auetal: ---    ///    Lüdersfeld:  Marraffino  (54./ Foul)
Zuschauer:  55

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. März 2017 um 17:47 Uhr