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Ehrenamt wird wertgeschätzt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 16. Januar 2017 um 15:38 Uhr

SC Auetal ist im zehnten Jahr der Fusion im Aufwind / Wieder 900 Vereinsmitglieder

16Neujahrsempfang1Ehrenamtliche Arbeit wird im Auetal ausreichend gewürdigt. Das hat Bürgermeister Heinz Kraschewski am Sonntagmorgen in Kathrinhagen deutlich gemacht. Als Beweis diente der Neujahrsempfang des SC Auetal. Der Verein hatte 220 Ehrenamtliche und Sponsoren eingeladen. Als kleines Dankeschön, wie der Vorsitzende Dieter Grupe deutlich machte.

Bei Neujahrsempfang des SC Auetal, zu dem jedes Jahr Ehrenamtliche und Sponsoren eingeladen sind, ergrifft Bürgermeister Heinz Kraschewski die Gelegenheit, auf die Diskussion um die Würdigung des Ehrenamts im Auetal einzugehen. „Ich persönlich glaube nicht, dass dieser Aspekt vernachlässigt wird und das Ehrenamt im Auetal keine ausreichende Wertschätzung erfährt“, so Kraschewski.

Er sehe dabei Veranstaltungen wie den SC-Neujahrsempfang – sei es organisiert durch Vereinsvorstände, durch Ortsfeuerwehren oder die jeweiligen Ortsvorsteher – als eine gelungene Plattform an, um Danke zu sagen. „Ob es daneben noch eines jährlichen gesonderten Empfangs durch die Gemeinde bedarf, bleibt für mich fraglich“, so der Bürgermeister. Die Würdigung des Ehrenamtes dürfe nicht zu inflationär wirken. „In erster Linie werden Ehrenamtler tätig, weil sie von einer Sache überzeugt sind und nicht, weil sie an jeder Ecke ein Schulterklopfen erwarten“, stellte Kraschewski fest. Natürlich sollten die Nutznießer ehrenamtlicher Arbeit sich stets vergegenwärtigen, dass ehrenamtliche Arbeit und bürgerschaftliches Engagement kostenlos sind, weil unbezahlbar. „Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen. Ein kostanter Mangel an Wertschätzung kann leicht in die falsche Richtung führen“, so Kraschewski, der Wilhelm Buschs Verse zum Ehrenamt zitierte und schließlich einen Scheck für die Jugendarbeit des Vereins überreichte, weil er an der Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen kann und alle Vereine und Institutionen zu diesem Anlass eine kleine finanzielle Unterstützung erhalten.

Der Vorsitzende des SC Auetal, Dieter Grupe, konnte eine positive Mitgliederentwicklung verkünden. „Wir sind wieder 900 Mitglieder und beschäftigen Woche für Woche rund 350 Kinder und Jugendliche in unseren unterschiedlichen Sportgruppen und Mannschaften“, so Grupe.

16Neujahrsempfang2Das sei nur mit der Unterstützung der zahlreichen Ehrenamtlichen, der Sponsoren und der Kommune möglich. Die Einladungsliste für den Neujahrsempfang sei lang gewesen. „220 Einladungen haben wir verschickt“, so Grupe. Zu der Dankeschön-Veranstaltung waren rund 80 gekommen.

Grupe ging auf die positive Entwicklung im Eltern-Kind- und Kinderturnen ein, bei dem sich viele Nachwuchssportler in der Halle tummeln und Spaß am Turnen haben. Bei der Fußballjugend gehört der SC zu den wenigen Vereinen, die noch ohne Spielgemeinschaften auskommen und die A-Jugendspieler werden in eine der drei Herrenmannschaften integriert. „Integration ist für den SC eine Selbstverständlichkeit. Und so wurden auch Flüchtlinge in unsere Fußballjugendmannschaften und die Turngruppen aufgenommen“, so Grupe.

Der SC-Vorsitzende lobte die spartenübergreifende Jugendarbeit und die Vereinswirte für die Sporthäuser und -plätze in Rehren und Kathrinhagen.

An manchen Stellen drückt der SC-Schuh allerdings auch etwas. „Wir sind jetzt im zehnten Jahr der Fusion zum SC Auetal“, so Grupe. Viele Prognosen von damals seien eingetreten. Der Mitgliederschwund zwar nur bei zehn statt der prophezeiten 40 Prozent, aber die demografische Entwicklung sei deutlich zu erkennen. „Der Kostendruck auf den Verein wird größer. Drei Sportstätten, zum Teil marode, können sich der Verein und die Gemeinde eigentlich längst nicht mehr leisten“, so Grupe. Hier sei Abhilfe durch Bündelung der Sportstätten unumgänglich. Durch die Hallenproblematik im Auetal – zu wenig Trainingszeit, vor allem im Winter – fehle es an innovativen Sportangeboten. „Dadurch wandern Mitglieder ab“, so der SC-Vorsitzende. Sein Fazit: Die Fusion sei überlebensnotwendig gewesen und für ein familienfreundliches, lebensfähiges und aufstrebendes Auetal müsse eine sportlich leistungsfähige und händelbare Infrastruktur geschaffen werden. „Um im Auetal auch weiterhin bedarfsgerecht Sport anbieten zu können, gibt es für uns Auetaler noch viel zu tun“, schloss Grupe und lud alle Ehrenamtlichen zu einem leckeren Mittagessen ein.

© Schaumburger Zeitung / Kerstin Lange

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Januar 2017 um 15:42 Uhr