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Die Sparte Tischtennis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 27. August 2013 um 14:50 Uhr

Im Sportverein wurde nach Neugründung  im Jahr 1946 bis in die frühen 70er Jahre Tischtennis gespielt. Oft war es eine lockere Gemeinschaft einiger weniger Sportler, die am kleinen Zelluloidball ihr Vergnügen fanden. Doch überwiegend waren es Zeiten, in denen im Training und Wettkampf harter Mannschaftssport betrieben wurde.

Wie  so oft , sind es immer die kleinen Dinge, die Großes bewegen. An die Gründung einer Sparte und Duchführung von Leistungssport hatte niemand gedacht, als in der Mitgliederversammlung vom 15. Oktober 1949 Gustav Gottschlich vorschlug, im Verein Tischtennis zu spielen.

Eine Tischtennisplatte war bereits vorhanden, sie mußte nur vom Müllerschen Dachboden heruntergeholt werden. Friedrich Westerman formulierte in seinem Vorstandsprotokoll, daß der Antrag für den Tischtennissport angenommen wurde und eine neue „Abteilung“ entstanden sei. Von den Tischtennisspielern wurde ein Beitrag von 20 Pfennig erhoben und es wurde ihnen zur Auflage gemacht, die Kosten für Schläger, Bälle und weitere Spielplatten selbst zu übernehmen.
So wurden damals Sparten gegründet.

Über die Organisationsform liegen dem Chronisten keine Informationen vor. Doch „Chef’s gab es auch in diersr Abteilung, denn in der Versammlung vom 20. Januar des Jahres 1952  wurde Heinrich Saschke zum Spartenleiter gewählt.
Herbert Sobotta, Heini Möller, Werner Steimke, Willi Sostmann, Gerd Rosin, Heinz Eickhoff, Gerd Witzel, Walter Hübner, Werner Körtge und Wilhelm Hothan waren die eifrigsten Spieler. Wilhelm Hothan, wesentlich jünger, doch nicht minder sportbegeistert, erinnerte sich, „Übungsabende waren dienstags, donnerstags und sonntags“. Doch da oft um kleine Bierrunden gespielt wurde, „übten sie immer, wenn sie gerade Durst hatten“. Die Tischtennisabteilung existierte bis ins Jahr 1953, die Tischtennisplatte war nicht  mehr bespielbar und somit wurde auch der Sport eingestellt.

Doch nicht für lange Zeit. Bereits im Jahr 1960 verkündete Erich Kynast stolz, zwei Tischtennisplatten seien eingetroffen und auf dem Boden der Schule aufgestellt, der Trainingsabend sei der Donnerstag.

Es wurde wieder eifrig gespielt.
Es sollen auch einige Damen Tischtennis gespielt haben, doch dies ganz inoffiziell.

Das Interesse für den Tischtennissport wuchs in den Folgejahren im Verein. Wilfried Wenzel wußte zu berichten, daß sich 1967, er war damals gerade 16 Jahre alt,  wieder eine spielstarke Mannschaft zusammengefunden hatte, die in zahlreichen Freundschaftsspielen mit benachbarten Vereinen ihre Kräfte maß. Arno Karnau, Wilfried Wenzel, Heiner Gellermann, Gerd Matthä, Horst Fraatz und Wilhelm Watermann, jun. waren ihre Hauptakteure.

Am 25. Mai 1969 fand die Kreistagung des Tischtennis-Fachverbandes in Rehren statt, offensichtlich auch für Rehrens Sportler Anlaß, die Initiative zu ergreifen und im Bereich des Tischtennissports noch stärker aktiv zu werden. Im August 1969 wurde Heinz Freier zum Spartenleiter seiner Sparte gewählt, ihm folgten in dieser Tätigkeit Horst Fraatz und Horst Keil. Doch in all den Zeiten war es immer Arno Karnau, der die Fäden fest in Händen hielt. „Arno war immer der Boss“, stellte Heiner Gellermann fest.

Im gleichen Jahr nahm zum ersten Mal eine Tischtennismannschaft des TuS an Punktspielen statt. Sie spielte in der 2. Kreisliga, spielte gegen die Mannschaften aus Strüken, Rohden, Zersen, Exten und Ahe- Kohlenstädt und erreichte zum Abschluß der Serie mit 23:17 Punkten einen ausgezeichneten 5. Tabellenplatz. Die Mannschaft trainierte regelmäßig montags, und freitags wurde um Punkte gespielt. Die Farbe ihrer Trikots war von kräftigem Blau.

Im April 1971 stand die Mannschaft um Arno Karnau vor ihrem ersten, ganz großen Erfolg, doch verfehlte sie letztlich nur ganz knapp den erhofften Aufstieg. Der Boom um den Tischtennissport ging weiter. 1972 konnte eine zweite Mannschaft gemeldet werden. Zum Saisonende belegte die 1. Mannschaft in der 2. Kreisliga den 2. Platz und wurde mit 17:9 Punkten Vizemeister, während die 2. Mannschaft mit 30:22 Punkten in der Kreisliga den 4. Platz erreichte.
Unsere Akteure spielte über Jahre in wechselnden Aufstellungen, doch im Kern galt in der Rangliste unserer Tischtennismannschaften bei Mannschaftskämpfen in aller Regel die folgende Formation:

1. Mannschaft 2. Mannschaft
Arno Karnau Wolfgang Mietzner
Heiner Gellermann Horst Fraatz
Wilfried Wenzel Rudi Möller
Horst Keil Horst Pawlitza
Gerd Matthä Werner Sapia
Martin Wiegand Udo Gellermann
Wilhelm Watermann, jun.
Friedrich Stemme

In der Saison 1973/74 spielten beide Mannschaften in höheren Klassen. Es ist leider nicht mehr feststellbar, ob die Mannschaften aufgestiegen waren oder wegen Neueinteilungen der Staffeln nun in der 1. und 2. Kreisliga spielten.
Gute Mittelfeldplätze erreichten sie auch in der Saison 1974/75.

Bei der positiven Entwicklung im Herrenbereich hatte sich frühzeitig eine erste Jugendmannschaft etabliert. Mit Friedrich-Wilhelm und Andreas Watermann, Rolf Schulte, Uwe Mantik und Rudi Möller hatten 1971/72 Jungendliche, die neben dem Fußball gern dieser reizvollen Sportart im Verein nachgegangen waren, mit dem Tischtennissport begonnen. Sie spielten ebenso wie die Herren im Saal des Gasthauses Auetal, kämpften um Punkte und Sätze; ihr Betreuer war zunächst Wolfgang Mietzner, später Horst Keil. Die Mannschaft spielte bis 1974 und löste sich dann auf.

Im Rückblick gilt es festzustellen, daß mit Arno Karnau ein guter Tischtennisspieler und ausgezeichneter Organisator die Sparte, wenn auch nicht als gewählter Spartenleiter, zusammengehalten hat. 1975 verließ er mit einem weiteren Spieler den Verein und wechselte zum TuS Hessisch-Oldendorf, zwei andere Aktive hörten aus beruflichen Gründen auf zu spielen. Für die Tischtennissparte blieb dies nicht ohne Folgen.

Am 24. Oktober 1975 traten unsere Mannschaften zu den angesetzten Punktspielen nicht mehr an und wurden am 26. Oktober beim zuständigen Kreisobmann abgemeldet.

„Es war eine schöne Zeit, mit guten Erinnerungen an einen attraktiven Sport“, denkt Gerd Matthä gern an eine intakte Kameradschaft, einen interessanten Mannschaftssport, an gemeinsame Fahrten und Jahre voller Geselligkeit mit Weihnachts- und Jahreabschlußfeiern zurück.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. August 2013 um 14:57 Uhr